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Brand und Unfall bei Feuerwehrübung

Doppel-Szenario Brand und Unfall bei Feuerwehrübung

Gleich zwei Rettungsszenarien erwarteten die Freiwilligen Feuerwehren aus Voorde, Großflintbek, Kleinflintbek und Böhnhusen und angehende Notfallsanitäter der Rettungsdienst-Kooperation Schleswig-Holstein (RKiSH) bei der Feuerwehrübung beim Betrieb F. Niemann.

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Zum Verletzten in den Wagen gelangen: Feuerwehrmann Hans-Jürgen Graht setzt das Brecheisen an.

Quelle: Beate König

Flintbek. Auf dem Weg zum Brand in seinem Betrieb hat sich ein Firmen-Besitzer mit seinem Auto überschlagen und dabei einen Passanten erfasst. Wehrführer Jürgen Greiwing hatte das Doppel-Szenario am Lise-Meitner-Weg speziell für die Wehr aus dem Flintbeker Ortsteil Voorde inszeniert: „Sofort nachalarmieren!“ mit dieser Entscheidung hatte John-Robert Ramm, Wehrführrer aus Voorde, das erste Trainingsziel der Übung umgesetzt: „Man hat das Gefühl, man ist auf einer Insel, aber wir haben andere Wehren um uns herum, die kann man nachalarmieren, das ist keine Sünde“, erklärte er nach Abschluss der rund zweistündigen Übung.

Während eine Wehr fünf Verletzten-Darsteller aus verräuchterten Büro-Räumen im Oberschoss der Halle barg, trainierten auf dem Hof, zwischen den gelben Kränen, Feuerwehrleute und drei Notfallsanitätern institutionsübergreifende Zusammenarbeit bei der Rettung einer Autofahrerin mit Wirbelsäulentrauma. „Kommunikation ist ein wichtiges Thema“, erklärte Tjark Mitzka, angehender Notfallsanitäter. Er wurde bei der Betreuung der Fahrerin im Wagen vom Knackgeräusch und Erschütterungen überrascht, als Feuerwehrleute mit der Hydraulikschere die Holme des Dachs durchtrennten. „Ihr müsst uns doch Bescheid sagen,“ erinnerte er. Im Ernstfall würde die Fahrerin bei jeder Erschütterung vor Schmerzen schreien.

Die Übung lief anders als geplant: Greiwing hatte im voraus geplant, welche Wehr die Brandbekämpfung übernimmt, welche für die Verletztenrettung zuständig sein sollte. Es kam anders, genau wie im richtigen Leben: Die Helferteams wurden neu zugeordnet. „Wir hatten die ausgebildeten Kameraden für Personenrettung nicht an Bord,“ berichtete Ramm.

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