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Eine Berufung, eine Abstimmung

Dr. Norbert Bruhn-Lobin Eine Berufung, eine Abstimmung

In Neumünster ist Dr. Norbert Bruhn-Lobin am Freitag zum Interimsgeschäftsführer der Stadtwerke Neumünster (SWN) für den nach Berlin abberufenen Matthias Trunk berufen worden - in Wattenbek fiel der Kommunalpolitiker bei der Wahl zum Bauausschussvorsitzenden durch.

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Stimmte für sich: Dr. Norbert Bruhn-Lobin (von rechts) aus der AfW-Fraktion. Neben ihm Rainer Sarau und Günter Herbert.

Quelle: Frank Scheer

Wattenbek/Neumünster. Bruhn-Lobin, der Vorsitzender der Wählergemeinschaft AfW ist, zeigte sich nach der Abstimmung betroffen. „Mit mir hat im Vorhinein niemand der beiden anderen Wählergemeinschaften gesprochen. Ich weiß nicht, warum das Ergebnis so ausgefallen ist.“  Die AfW, deren Gründung Bruhn-Lobin aus Mitgliedern der CDU, SPD und Bürgern vor drei Jahren mit initiiert hatte, verfügt in der 17-köpfigen Gemeindevertretung mit sieben Mandaten nur noch über die einfache Mehrheit. Die absolute Mehrheit hatte man im Januar nach dem Austritt von fünf Vertretern, die die neue KWW gegründet hatten, verloren.

Die personellen Querelen um den Bauausschussvorsitz sind Mitauslöser für den Bruch in der AfW. Nach der Kommunalwahl 2013 gab es offenbar innerhalb der Wählergemeinschaft die Vereinbarung, dass der Vorsitz nach der Hälfte der Legislaturperiode von Volker Techow (erst AfW, dann KWW) auf Dr. Norbert Bruhn-Lobin wechseln sollte. Von dieser Absprache wollten viele in der AfW Ende 2015 aber nichts mehr gewusst haben. Bruhn-Lobin und die weitere Vertreter bestand aber auf den Wechsel. Die Aufspaltung war das Ergebnis.

Und das Wahlergebnis ist jetzt der negative Höhepunkt. Torsten Föh (AfW) betonte in einer persönlichen Stellungnahme, dass er so etwas in Wattenbek noch nie erlebt habe. „Ich bin ziemlich betroffen und tief erschüttert.“ Die weitere Zusammenarbeit mit den Fraktionen WfW und KWW sieht er sehr kritisch. „Die Zusammenarbeit ist nachhaltig gestört.“ Weder Thomas Haese, Fraktionsvorsitzender der WfW, noch Volker Techow, Fraktionschef der KWW, wollten die Ablehnung kommentieren.

Axel Höper, Fraktionschef der AfW, bedauerte den Wahlausgang ebenfalls. Bei der Wahl der stellvertretenden Ausschusschefs beantragte seine Fraktion mit dem Zugriffsrecht der stärksten Fraktion wiederum den Bauausschuss – was in Schleswig-Holstein unüblich ist. „So wird der Ausschuss von uns ohne Vorsitzenden von Oliver Kruse geleitet.“ Damit habe die AfW zumindest ein Teilziel erreicht. „Die Leitung des Ausschusses, der dann nicht mehr von Volker Techow geführt wird.“ Laut Kommunalverfassung ist das für fünf Monate möglich.

Höper kündigte an, dass in einer der nächsten Sitzungen Dr. Norbert Bruhn-Lobin erneut für den Bauausschuss als Vorsitzender vorgeschlagen werde. Man darf gespannt sein, wie es in Wattenbek weitergeht. Bürgermeister Sönke Schröder (KWW) wollte das Ganze ebenfalls nicht kommentieren.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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