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Drei Bewerber wollen Amtsdirektor werden

Achterwehr Drei Bewerber wollen Amtsdirektor werden

Das Amt Achterwehr braucht zum 1. Juli einen neuen Verwaltungschef. Am Dienstag, 12. April, wählt der Amtsausschuss in öffentlicher Sitzung den Nachfolger von Amtsdirektor Hans-Werner Grewin. Das Gremium hat die Auswahl zwischen drei Kandidaten - Frauen waren nicht in den engeren Kreis gelangt.

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Kandidiert nicht für eine zweite Amtszeit in Achterwehr: Amtsdirektor Hans-Werner Grewin verabschiedet sich mit 61 Jahren in den Ruhestand.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Für Hans-Werner Grewin endet die bisher achtjährige Amtszeit offiziell am 30. Juni. Er ist dann 61 Jahre alt und geht in den Ruhestand. 1995 hatte der Chef von derzeit etwa 30 Mitarbeitern als Leitender Verwaltungsbeamter seinen Dienst in Achterwehr angetreten. Das Amt verwaltet acht Gemeinden mit jetzt insgesamt 11406 Einwohnern.

 Die Sitzung in der Amtsverwaltung beginnt um 17 Uhr. Etwa eine Stunde später werden sich die Kandidaten vorstellen: Marco Carstensen, Joachim Brand und Jens Johannsen. Diese Reihenfolge legte Amtsvorsteher Detlef Ufert (SPD) fest. Nach einer kurzen Vorstellung wird jeder Bewerber einen etwa 15-minütigen Power-Point-Vortrag zum Thema „Gestaltungsmöglichkeiten für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Amtsverwaltung, Ehrenamt und Bürgerbeteiligung“ halten. Das Thema wählte Ufert gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Sabine Sager (CDU) aus. Im Anschluss wird sich der Ausschuss nichtöffentlich beraten. Die Wahl selbst ist öffentlich und erfolgt nach dem Meiststimmenverfahren.

 Diese Zeitung bat die drei Bewerber im Vorfeld, sich selbst kurz vorzustellen. Marco Carstensen aus Bredenbek ist bereits einem größeren Kreis bekannt. Der 44-jährige gebürtige Dithmarscher arbeitet seit 1997 im gehobenen Dienst in der Amtsverwaltung, seit 2006 als Kämmerer. Carstensen will die Digitalisierung weiter vorantreiben und macht sich für die Einführung eines Ratsinformationssystems stark. Auch die beengte räumliche Situation der Verwaltung müsse verbessert werden.

 Joachim Brand (52) ist Jurist. Er begann 1993 in der nordrhein-westfälischen Landesverwaltung als Beamter im höheren Dienst und sammelte Erfahrungen in der Kommunalverwaltung, in Ministerien und der Bezirksregierung. Seit 2014 ist der Regierungsdirektor Vorgesetzter von 140 Mitarbeitern der Zentralen-Scanstelle Beihilfe des Landes. Zudem wurde er im vergangenen Jahr Leiter des Aufbaustabs der zentralen Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige.

 Jens Johannsen (51) begann 1990 die Arbeit bei der Hansestadt Lübeck. Seit 2015 ist der Oberamtsrat als Abteilungsleiter im Fachbereich Planen und Bauen, Verkehr mit 46 Mitarbeitern tätig. Ihm schwebt eine moderne, freundliche und effiziente Verwaltung, mit der sich die Bürger „identifizieren“ können, vor. Johannsen, der auch Kreistagsabgeordneter der Grünen in Ostholstein ist, hatte sich bereits 2011 bei der Bürgermeisterwahl in Husum sowie 2012 in Timmendorfer Strand beworben.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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