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Hausgemachte Krimis für die Ohren

Rendsburg Hausgemachte Krimis für die Ohren

Drei Stimmen, drei Ermittler: Die gebürtigen Rendsburger Ingo Rotkowsky, Jan Hendrik Steinfeldt und Christian Kock produzieren seit zehn Jahren unter dem Label „Rokost-Hörspiele“ Krimis für die Ohren, die sie auch live aufführen – demnächst in Kiel, aber auch Rendsburg steht wieder auf den Plan.

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Christian Kock (von links), Jan Henrik Steinfeldt und Ingo Rotkowsky produzieren nicht nur Krimis als Hörspiele, sondern führen sie als „Die 3 Herren“ auch live vor Publikum auf.

Quelle: Drei Herren

Rendsburg. Alles begann damit, dass die Jugendfreunde Christian und Jan Hendrik zu Weihnachten für Freunde CDs aufnahmen. „Mit Weihnachtsmusik und -geschichten. Da war der Weg zum Hörspiel nicht weit“, erinnert sich Kock. 2004 stieß Ingo Rotkowsky dazu. „Wir hatten Lust auf Krimis“, erzählt er. „Also setzten wir uns zusammen und entwickelten jeder unseren eigenen Charakter.“ Heraus kamen „Die 3 Herren“, drei Ermittler, die in den 1920er- und 30er-Jahren auf Verbrecherjagd gehen. Der Name sei weniger eine Hommage an die drei ???, als eine logische Konsequenz. „Wir sind nun mal zu dritt, da wollten wir die drei im Namen haben.“ Zwar seien sie mit den Geschichten der beliebten Jungdetektive aufgewachsen, „aber unsere Geschichten unterscheiden sich deutlich davon“. Nicht nur, dass sie in einer anderen Zeit spielen. „Unsere Figuren werden älter und könnten theoretisch auch sterben“, sagt Rotkowsky. „Außerdem orientieren wir uns an den klassischen Krimis von Agatha Christie und solchen mit Sherlock Holmes. Das bietet uns die Möglichkeit, auch historische Ereignisse in die Geschichten mit aufzunehmen.“

 Drei Monate braucht das Team, um aus einer Idee ein fertiges Stück zu machen. Inzwischen schreiben sie die Dialoge nicht mehr gemeinsam, sondern entwickeln reihum jeweils ein Skript. Dann geht’s ins Studio im Sechseckbau der Kieler Christian-Albrechts-Universität. „Viele denken, man steht dann um ein Mikro herum und nimmt alles auf einmal auf“, sagt Christian Kock. „Aber bei uns nimmt immer nur einer auf, ein anderer liest den Rest ohne Mikro, um Reaktionen und Einsätze zu erleichtern.“ Anschließend wird zusammengeschnitten, gemastert und mit Musik unterlegt. Weil es für die Geschichten mehr als nur drei Stimmen braucht, greifen die Herren für die übrigen Rollen auf Freunde und Bekannte zurück. Auch die Hintergrundgeräusche sind hausgemacht. „Wenn jemandem der Kopf abgeschlagen wird, hauen wir schon mal auf einen Kohlkopf ein“, sagt Kock.

 Auch abseits des Studios sind sie offen für Neues. So traten sie live beim Habitat-Festival auf und produzierten einen Steinzeit-Krimi für eine Sonderausstellung auf Schloss Gottorf. Zuletzt präsentierten sie ihre Werke auf der „Hörmich-Messe“ in Hannover. Auch in Kiel und Rendsburg treten die drei Herren regelmäßig live auf. „Wir mögen den direkten Kontakt und die Rückmeldung aus dem Publikum“, sagt Ingo Rotkowsky. Die nächsten Live-Auftritte sind in Süderfahrenstedt und Kiel geplant. „Aber auch in Rendsburg wollen wir demnächst wieder auftreten.“

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