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Sportprojekt für Flüchtlinge

Felde Sportprojekt für Flüchtlinge

Der Turn- und Sportverein Felde, die Sportgemeinschaft Westensee und der Freundeskreis Jägerslust haben sich zusammengeschlossen, um mit einem gemeinsamen Projekt die Integration von den derzeit 77 Flüchtlingen, die in den beiden Gemeinden leben, über den Sport voranzutreiben.

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Wollen gemeinsam für Integration durch Sport sorgen (von links): Björn Asmus, Vorsitzender SG Westensee, Bundesfreiwilligendienstler Benedict Klimmek, Flüchtlingslotsin Katrin Bensch, TuS-Felde- Vorsitzender Ulf Bödeker und Rolf Kleemann, TuS Felde.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Mit Katrin Bensch als Flüchtlingslotsin und dem Bundesfreiwilligendienstler Benedict Klimmek kümmern sich zwei Hauptamtliche um die Einbindung in die Vereine. Finanziert wird das Projekt vom Kreis- und Landessportverband, die nicht nur die Personalkosten für die 450-Euro-Kraft und den „Bufdi“ zahlen, sondern auch Kosten für Dolmetscher und Sportmaterial übernehmen.

 „Unser Ziel ist es, die Flüchtlinge in die Sportgruppen zu holen und über den gemeinsamen Sport zu erreichen, dass sich Freundschaften bilden und die Menschen integriert werden“, sagte TuS-Vorsitzender Ulf Bödeker. „Ein Problem dabei ist auch die Sprachbarriere“, machte Björn Asmus, Vorsitzender der SG Westensee, deutlich. Ziel sei es vor allem, die Kinder in den Verein zu bekommen und sie von den abgelegenen Orten, wie beispielsweise Brux und Jägerslust, wieder in die Mitte der Gemeinden zu holen. Auch Fahrdienste sollen dafür organisiert werden.

 Mit Karin Bensch haben die Vereine eine Flüchtlingslotsin gefunden, die sich auskennt. Seit Jahren ist sie im Vorstand des Freundeskreises Jägerslust und kennt die meisten Flüchtlinge persönlich. „In einem ersten Schritt haben wir begonnen, das Angebot mehrsprachig zu übersetzen, und einen Hallenplan in Farsi und Arabisch aufgehängt“, berichtete sie. Dadurch will man versuchen, den Menschen den Zugang zu den Sportvereinen zu erleichtern. „Wir nehmen sie ein Stück weit an die Hand und begleiten sie auch in den ersten Wochen, um Berührungsängste abzubauen“, so Bensch. Um Beiträge oder auch Versicherungen müsse sich kein Flüchtling Sorgen machen. „Auf Mitgliedsbeiträge verzichten wir als Verein, und die Versicherung für die Sporttreibenden übernimmt der Landessportverband“, erklärte Bödeker.

 Ziel des Zusammenschlusses sei es, die Kräfte der drei Vereine zu bündeln, um das Beste zu erreichen. Rolf Kleefeld (TuS Felde) und Jörn Asmus (SG Westensee) sind die Ansprechpartner in den Vereinen. Das Projekt geht aber weit über den gemeinsamen Sport hinaus. „Einmal im Monat wollen wir uns gemeinsam im Sportheim treffen, um gesellig ein paar Stunden zu verbringen“, sagte Bödeker. Diese Treffen seien bewusst offen gestaltet. „Wir wünschen uns, dass auch Menschen dazu kommen, die nicht bei uns im Sportverein sind, damit man sich gemeinsam kennenlernen kann.“ Ab Januar 2017 sollen die regelmäßigen Begegnungsabende starten.

 Was aus dem Ganzen wird, mag heute keiner prognostizieren. Das sei aber auch nicht entscheidend, so Bödeker. „Wir fangen einfach an, werfen einen Stein ins Wasser und schauen, wie sich die Wellen ausbreiten.“

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