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Vermüllung der Meere bedroht auch den Menschen

Ostsee-Info-Center Vermüllung der Meere bedroht auch den Menschen

Die Zahlen sind alarmierend: Eine Zigarettenkippe braucht noch ein bis fünf Jahre, um sich zu zersetzen, eine Angelsehne oder ein Autoreifen gar 600 Jahre. Müll im Meer wird zunehmend zum Problem. Eine Ausstellung im Ostsee-Info-Center (OIC) zeigt die Zusammenhänge auf und richtet sich insbesondere auch an Schulklassen.

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Abfall dieser Art findet sich zunehmend im Meer und an den Stränden. OIC-Mitarbeiterin und Umwelt-Geographin Hannah Sliwka stellt die Ausstellung „Mensch, Müll, Meer“ vor.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Kehrseite der Wohlstandgesellschaft findet sich im Meer. Schätzungen zufolge gelangen jährlich zehn Millionen Tonnen Abfall weltweit in die Ozeane. Strömungen sammeln den Müll in gigantischen Strudeln, die dreimal so groß wie Deutschland sind. Plastiktüten, Geisternetze und andere Einträge werden Seevögeln und Fischen zum Verhängnis. Viele verenden an verstopften Mägen. Von den Wellen zerriebenes Mikroplastik gelangt über die Nahrungskette wiederum auf dem Teller des Menschen. Ein Prozess, der in den Weltmeeren gerade erst begonnen hat.

 Die Wander-Ausstellung „Mensch, Müll, Meer“ ist von der Küsten Union Deutschland im Rahmen eines europaweiten Projekts entwickelt worden, war schon in 14 weiteren Ländern zu Gast, und ist in Deutschland zunächst im Meeresmuseum Stralsund gezeigt worden. Jetzt präsentiert sie das Eckernförder Ostsee-Info-Center. Neben Info-Teilen für Erwachsene bezieht sie die Kinder ein: Dazu gehört ein Zeitstrahl zur Lebensdauer verschiedener Müllsorten, ein Quiz, und ein Rallye-Bogen zu den verschiedenen Stationen, die auf ehemaligen Öl-Fässern installiert sind. Weiter werden die Siegerfilme eines Jugendwettbewerbs zum Thema „Film den Müll raus“ gezeigt. Wichtigstes Ziel der Aktion bleibt es, die Entstehung von Abfall einzudämmen.

 „Wir wollen das Bewusstsein für die Müllproblematik im Meer bei den Besuchern schärfen“, sagt OIC-Mitarbeiterin und Umwelt-Geographin Hannah Sliwka. Angesprochen sind vor allem auch Schulklassen. Sie können für einen Pauschalbetrag von 30 Euro durch die Ausstellung geführt werden (Anmeldung im OIC: Tel. 04351/726266).

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Christoph Rohde
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