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Verkehrswerte fehlen noch

Ehemalige Eiderkaserne Rendsburg Verkehrswerte fehlen noch

Die Zeit drängt: So schnell wie möglich will die Stadt das Gelände der ehemaligen Eiderkaserne vermarkten. Beantragte Fördergelder stehen bereit, kosten aber Zinsen, da sie nicht abgerufen werden. Am Dienstag stellte das Unternehmen BIG Städtebau ihren Plan für die Vermarktung dem Bauausschuss vor. Trotzdem muss die Stadt weiter warten.

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Hohe Zäune und verfallende Gebäude. Das Gelände der ehemaligen Eiderkaserne ist noch größtenteils ungenutzt.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Es fehlten die Verkehrswerte für das Gelände, erläuterte Inken Glüsing von der BIG Städtebau, die die Stadtsanierung in Rendsburg betreut, im Ausschuss. Der Gutachterausschuss des Kreises müsse neue Werte erheben. Die alten Daten stammten aus dem Jahre 2008. Einen Termin dafür gebe es noch nicht. „Wir hoffen, dass es noch in diesem Jahr etwas wird“, meinte Inken Glüsing.

 Das gehe aber nicht von heute auf morgen, meinte Hans-Joachim Paulsen vom Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es fehlten noch Informationen der Stadt Rendsburg, was auf dem Gelände geplant sei. Wenn diese Daten vollständig seien, würden sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Ausschusses mit dem Fall befassen. Bei der Größe des Projektes werde das aber seine Zeit dauern.

 Auf dem rund 20 Hektar großen Areal sollen Häuser oder Wohnungen für etwa 500 Bürger entstehen. Die historischen Bauten, die noch aus der Kasernenzeit stammen, sollen erhalten bleiben. An ihnen nagt jedoch der Zahn der Zeit. Fensterscheiben sind eingeworfen, die Öffnungen grob mit Holz vernagelt. Hinter hohen Metallzäunen wuchern Pflanzen. Lediglich ein Gebäude neben dem ehemaligen Kasernentor und das Stabsgebäude sind bereits saniert. Im großen Stabsgebäude haben nun die Naturwissenschaften der Herderschule und des Helene-Lange-Gymnasiums Platz gefunden. In dem kleinen Backsteinbau neben dem Eingang wurden einige Büros ausgebaut. Ähnliches sieht das Konzept auch für die weiteren Gebäude vor: „Innenstadtnah wohnen und arbeiten“, lautet das Motto.

 Um den Verkauf der Gebäude zu gewährleisten, muss die Stadt in die Offensive gehen. In vergleichbaren Projekten sei festgestellt worden, dass Investoren nicht auf Ausschreibungen, die in diesem Fall nötig sind, reagieren. Die Konkurrenz aus Kiel oder Hamburg sei zu groß. Die BIG schlägt deshalb vor, dass die Stadt sich mit Wohnungsbaugesellschaften, potenzielle Bauträgern und Kaufinteressenten vorab an einen Tisch setzt. Durch eine gezielte Befragung sollen dann die Wünsche der Investoren aufgenommen werden.

 Um sicher zu stellen, dass eine Sanierung der bestehenden Gebäude auch gewährleistet ist, sollten die Käufer ihre Bonität nachweisen, schlug Inken Glüsing weiter vor. Werde nicht mit der Sanierung begonnen, halte sich die Stadt ein Rückkaufrecht vor. Das werde in den Kaufverträgen festgeschrieben.

 Zurzeit werde ein Bebauungsplan erstellt, hieß es weiter. Im Sommer sollen dann potenzielle Käufer informiert werden. Im November will man mit der Vermarktung beginnen – vorausgesetzt, die Verkehrswerte wurden bis dahin ermittelt.

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