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Wohnung gegen Woodee getauscht

Umzug auf den Campingplatz Wohnung gegen Woodee getauscht

Das hatten die Camper am Borgdorfer See auch noch nicht gesehen: Am Dienstagmorgen kam ein Kran und hob an dicken Ketten ein kleines Holzhaus durch die Luft auf eine der neuen, mit Strom und Wasser erschlossenen Parzellen. Dieses Modulhaus von Jürgen und Sigrid Teden ist auf dem Campingplatz Bum das erste im neuen Mobilheim-Park mit 25 Pachtflächen.

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Jürgen und Sigrid Teden sind dabei, als ihr neues Modulhaus mit dem Kran auf der Parzelle auf dem Campingplatz gehoben wird.

Quelle: Nora Saric

Borgdorf-Seedorf. Die neuen Nachbarn überschütteten die Tedens aus Kiel mit vielen guten Wünschen, als das Haus nach einer Stunde fest auf seinem Fundament stand. Sigrid Teden hielt noch etwas ungläubig den neuen Schlüssel in der Hand, während sich Enkelin Emely (8) schon ein Zimmer aussuchte.

 Das Paar hatte im Frühjahr die Entscheidung getroffen, ihren ersten Wohnsitz auf den See-Campingplatz zu verlegen. Flugs verkauften sie ihre 90 Quadratmeter große Eigentumswohnung und suchten ein Mobilheim. „Wir hatten das in Holland gesehen und uns dann nach einem umgesehen“, erzählt der 70-Jährige. Fündig wurden er und seine 64-jährige Frau bei der Firma Rönnau aus Nortorf, wo sie ein 40 Quadratmeter großes Modulhaus namens Woodee mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer und Bad kauften. Die Tedens entschieden sich außerdem für eine fest fundamentierte Holzterrasse, auf der ein Vorzelt montiert wird, in dem sie die Küche einrichten werden. Das erweitere den Platz um 20 Quadratmeter, meinte Sigrid Teden. „Darauf freue ich mich besonders.“ Das Zelt sei isoliert, erklärte ihr Mann, und so auch im Winter nutzbar.

 Campingplatz-Chef Kurt Ulrich hat 200 bis 300 Quadratmeter große Flächen erschlossen – weil die Nachfrage da gewesen sei, begründete er. „Der Campingplatz muss bestimmte Bedingungen erfüllen und die Zulassung haben, damit er ganzjährig bewohnt werden darf.“ Der Wohnraum von Mobilheimen darf nicht größer als 40 Quadratmeter sein, und sie müssen jederzeit abtransportierbar sein, so schreibt es die Campingplatzverordnung des Landes vor. Deshalb hat das Woodee der Tedens eine Achse und zwei Räder, die sich unter dem Boden verstecken.

 Alles in allem hat dieser Kauf mit Umzug, Pacht und neuen Möbeln 110000 Euro gekostet – eine Summe, die sich für die beiden gelohnt hat. Nun freuen sie sich auf ihr Leben in der Natur, direkt am See und abseits des Stadttrubels.

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