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Ehrenamtler betreut Gemeindefläche

Neue Hundewiese Ehrenamtler betreut Gemeindefläche

Odin, Jula, Charlie und Sam starren gebannt auf Günther Gaedtke. Der 59-Jährige hat einen Ball in der Hand, genau der interessiert die Vierbeiner. Dann fliegt der Ball und die Meute flitzt hinterher. „Ist das nicht toll“, freut sich der Flintbeker. Dieser Hunde-Spaß ist sein Verdienst: Die Gemeinde suchte einen Verantwortlichen für die Hundewiese und fand ihn in seiner Person.

Ob Leckerchen verteilen oder Ball werfen - Günther Gaedtke fühlt sich inmitten einer Hundemeute wohl.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Seit vielen Jahren ist die rund 4500 Quadratmeter große Fläche am Eiderheim unbetreut und verwahrloste immer mehr. „Der Zaun ist marode, Löcher machen das Toben auf der Fläche fast gefährlich“, erklärt Gaedtke. Dann wurde innerhalb der Gemeinde der Wunsch wieder Laut, eine Hundespielfläche vorzuhalten. „Wenn sich jemand findet, der die Verantwortung übernimmt, richtet der Bauhof die Fläche wieder her“, erklärt Gaedtke.

 Und da er selbst zwei Hunde, Odin und Jula, hat und gerade in Rente gegangen ist, hatte der Flintbeker Zeit und Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Erstmal habe ich die alten Geräte abgebaut und gemäht. Eine kleine Bank habe ich auch schon erstellt“, erzählt er. Erste Treffen mit der Gemeinde habe es auch schon gegeben. „Ab Montag wird der alte Zaun abgerissen. Am Mittwoch kommt der neue Zaun.“ Der Nachteil: Während der Arbeiten muss der Platz für rund eine Woche gesperrt werden.

 Während Gaedtke immer wieder den Ball wirft und die Hunde über die Fläche toben, halten weitere Autos an. Claudia Schäfer bringt drei Hunde mit, Martina Peters hat Teddy als Begleitung dabei. Und weiter geht das Toben, inzwischen holt Gaedtke Näpfe und Wasserflaschen für die Hunde.

 „Wir treffen uns regelmäßig hier, um die Hunde ordentlich toben zu lassen. Es ist toll, dass Günther Gaedtke sich kümmert“, freut sich Schäfer über das Engagement. Eins ist für Gaedtke wichtig: „Das hier ist kein Trainingsplatz. Hier sollen die Hunde einfach spielen und toben dürfen.“ Es soll zwar ein kleiner Teil der Fläche für ein paar Agility-Geräte abgetrennt werden, aber das Hauptanliegen ist die Spielfläche für die Vierbeiner. „Spielen ist hier Trumpf.“

 Mit dem neuen Zaun wird auch der Eingang verlegt. „Wenn wir direkt an der Straße parken, ist das für alle gefährlich. Im hinteren Bereich ist eine kleine Parkfläche und die Bahn ist ebenfalls außer Sichtweite.“ Noch während Gaedtke erklärt, fliegt auch schon wieder der Ball. Und Odin, Jula, Charlie und Sam flitzen los - mit ganz viel Tempo über die neue Hundespielfläche in Flintbek. eix

Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung