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Ein Frosch-und Insektenland für Bokel

Mühle 17 und Ulliwood Ein Frosch-und Insektenland für Bokel

Noch sieht es aus wie eine große Kraterlandschaft auf dem Areal zwischen den beiden Höfen Mühle 17 und Ulliwood in Bokel. Doch schon in ein paar Wochen wird sich die Fläche, auf der Bagger zehn Teiche gegraben haben, zu einem Erlebnisbereich für Mensch und Tier entwickeln.

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Inmitten des künftigen Natur-Begegnungsgebiets: Melanie Schubert (von links), Thomas Jaspert, Kai Godt, Reingart Winkler und Ulli Dücker setzen das Projekt Froschland um.

Quelle: Gunda Meyer

Bokel. Da sind sich die Landeigentümer Thomas Jaspert, Reingart Winkler, Ulli Dücker und Bärbel Finn sicher. „Wir wollen einen Raum schaffen, in dem sich Menschen und Tiere begegnen können“, sagt Thomas Jaspert. Deshalb hat er gemeinsam mit seinen Freunden und Nachbarn vor einem guten Jahr die Fläche von Kai Godt gekauft, um sie in ihren natürlichen Zustand zurückzuführen. Das bedeutet: keine land- und forstwirtschaftliche Nutzung. „Dünger wurde schon seit Jahren nicht mehr auf das Feld gebracht“, weiß Jaspert.

Umgesetzt wurde die Maßnahme unter der Federführung von Biologin Melanie Schubert. Sie ist Koordinatorin des Projekts Froschland, einem Artenschutzprogramm des Umweltministeriums Schleswig-Holstein, das Mittel für die Schaffung von Amphibienlebensräumen zur Verfügung stellt. Für die Bokeler Teiche stellte das Ministerium rund 20000 Euro zur Verfügung.

 Damit sich Moorfrosch, Knoblauchkröte, Molche, Vögel und Insekten auf dem Gelände wohl fühlen, haben Schubert und ihr Team die zehn Tümpel in unterschiedlichen Tiefen und mit verschiedenen versehen Bodenmatetrialien angelegt. „Mindestens zwei der Tümpel sind flach und trocknen aus“, erklärt die Biologin. Das habe zwei Vorteile: Zum einen ist das Gewässer schneller warm, sodass der Froschlaich schneller gedeiht, und zum anderen hätten Fische dort keine Möglichkeit, eine Population aufzubauen. „Fische fressen den Froschlaich“, so Schubert.

„Jetzt werden noch Gras-Kräutermischungen gesät und dann kann sich das Gebiet entwickeln“, kündigt Melanie Schubert an. Die Gäste, die in den Wohnwagenparks an der Mühle 17 oder auf Ulliwood nächtigen, können sich später dort ebenso aufhalten, wie andere interessierte Besucher.

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