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Ein Fußweg soll Ortsteile verbinden

Langwedel Ein Fußweg soll Ortsteile verbinden

In der Umweltausschuss-Sitzung am Mittwoch in Langwedel stand die zuletzt heiß diskutierte Einrichtung eines Fußwegs zwischen den Ortsteilen Enkendorf und Blocksdorf auf der Tagesordnung. Mit rund 70 interessierten Bürgern war der Sitzungsraum so voll wie selten.

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So voll ist der Sitzungsraum selten gewesen: Rund 70 Langwedeler waren in den Umweltausschuss gekommen, um sich an der Diskussion zu beteiligen.

Quelle: NORA

Langwedel. „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.“ So traf der Enkendorfer Rainer Ruge mit einem Wortspiel den Nagel auf den Kopf. Ausschussvorsitzender Sven Ingwersen berichtete von einer Begehung des möglichen Wegs mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB). Der Großteil der Strecke sei unproblematisch, erklärte er. Doch aus Enkendorf kommend gebe es bald einen „kritischen Punkt“. Um einen Weg durch ein Biotop zu führen, das sich an dieser Stelle in den vergangenen Jahren gebildet hat, fordere die UNB ein artenschutzrechtliches Gutachten. Wegen einer kleinen Senke wäre außerdem eine kostenintensive Auffüllung notwendig. Eine zweite und günstigere Variante wäre, den Fußweg um das Biotop herumzuführen. Dafür wäre ein Knickdurchbruch nötig, den die UNB genehmigen würde. Die benachbarte Fläche, an der der Weg dann entlang führen würde, gehört der Gutsverwaltung Schierensee. Auch von dort hatte Ingwersen bereits grünes Licht erhalten.

 Die weitere Wegführung sei weiter unproblematisch bis hin zu einer Stelle nahe Blocksdorf, wo der Knick erneut durchbrochen werden müsste. Alternativ könne dort eine Zuwegung zu einer landwirtschaftlichen Fläche genutzt werden. Der Eigentümer hätte bereits seine Zustimmung gegeben. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich, würde der Weg durch das Biotop geführt werden, auf eine Summe zwischen 5000 bis 8000 Euro – für die zweite Variante und die Biotop-Umgehung auf bis zu 2500 Euro.

 Die anwesenden Bürger stellten deutlich klar, dass der Fußweg mehrheitlich erwünscht sei. Rainer Ruge trug die Ergebnisse eines Treffens der Wegbefürworter vor: „Die beiden Ortsteile werden enger verbunden und wenn man kulturhistorisch denkt, früher sind schon viele den alten Schulweg gegangen.“ Unter anderem sprach er die Frage der Unterhaltung des Wegs an, die den meist diskutierten Punkt der Sitzung lieferte. „Wir erwarten keinen englischen Rasen, aber einen gewissen Pflegezustand.“ Einstimmig wurde der Gemeindevertretung empfohlen, die Wegeverbindung entsprechend der günstigeren Variante als unbefestigten Pfad herzustellen.

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