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Ein Herrenhaus für Flüchtlinge?

Achterwehr Ein Herrenhaus für Flüchtlinge?

Wo sollen die Menschen untergebracht werden? Wie alle Kommunen ist auch das Amt Achterwehr derzeit auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge. Im Visier ist jetzt ein Herrenhaus.

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Auch das 1701 errichtet Herrenhaus auf Gut Klein Nordsee in Felde steht derzeit im Visier des Amtes Achterwehr. Zuvor betreute hier die Kieler Stadtmission obdachlose Männer mit Suchterkrankung.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. In dieser Woche besichtigten Mitarbeiter der Amtsverwaltung mögliche neue Standorte – sogar ein Herrenhaus ist darunter. Eine Hamburger Beteiligungsgesellschaft hat das bis zum vergangenen Jahr von der Kieler Stadtmission genutzte Grundstück auf Gut Klein Nordsee in Felde erworben und für die vorübergehende Unterbringung von Asylsuchenden ins Gespräch gebracht – bis zum Verkauf der herrschaftlichen Immobilie.

 „Wir bräuchten einen Mietzeitraum von mindestens zwei Jahren“, nennt Grewin eine Bedingung. Nach seiner ersten Einschätzung ließen sich allein in dem 1701 errichteten Herrenhaus mehr als 100 Menschen unterbringen. Auf jeder der beiden Etagen stehen etwa 350 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. „Voraussetzung ist allerdings, dass der Vermieter das Gebäude nutzbar macht“, betont Grewin. Vor allem die Beheizung stellt neben dem Denkmalschutz ein Problem dar.

 Noch sei nichts entschieden, sagt der Amtsdirektor: „Aber in dieser Notsituation müssen wir alles nehmen, was wir kriegen.“ Am Freitag soll in Felde eine weitere Immobilie besichtigt werden: der Felder Seegarten. Im Obergeschoss gibt es sechs Zimmer mit 140 Quadratmetern Wohnfläche. Auch in Neu Nordsee 1 könnte das Amt Raum für zehn Personen anmieten, sofern die Heizung instandgesetzt ist.

 In der Obdachlosenunterkunft in Quarnbek, wo 14 Flüchtlinge untergebracht sind, wurde durch ein zusätzliches Mobilheim Platz für sechs weitere Menschen geschaffen. Bisher sind in Quarnbek durch eine Kooperation mit dem Amt Molfsee auch sieben auswärtige Asylsuchende untergebracht. „Wegen der Notsituation mussten wir den Vertrag kündigen“, sagt Grewin.

 In Ottendorf bietet Bürgermeisterin Sabine Sager (CDU) in einer Privatinitiative eine frisch renoviertes Einfamilienhaus zur Unterbringung einer Familie an. Sie will damit ein Zeichen setzen, dass Flüchtlinge in Ottendorf willkommen sind. In Bredenbek plant die Gemeinde, dem Amt Räume in dem gerade erst übernommenen Reimer’schen Hof zur Miete zur Verfügung zu stellen. Auch in diesen Fällen ist noch nicht entschieden, ob das Amt die Angebote annimmt.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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