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Ein Stück Geschichte wird sichtbar

Bordesholm Ein Stück Geschichte wird sichtbar

Die Restaurierung der Salderngruft an der Südostseite der Klosterkirche in Bordesholm hat jetzt einen Abschluss gefunden. Auf dem Alten Friedhof wurde eine stählerne Grabplatte eingeweiht, die an die dorthin umgebetteten Holzsärge der Nachkommen des 1786 verstorbenen Geheimrats erinnert.

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Reinhard Koglin (rechts) weihte vor Vertretern der Klosterkirche, der Gemeinde und des Sponsors die stählerne Grabplatte für die Saldern-Nachkommen ein.

Quelle: Tietgen

Bordesholm. Der Kultur- und Verschönerungsverein Bordesholmer Land (KVBL) hatte den Schmied Kurt Lange mit der Gestaltung der Grabplatte beauftragt. Der Metallexperte aus Bredeneek schuf eine Quadratmeter große Platte aus rostfreiem V4A-Stahl, aus der mit einem Wasserstrahl unter extrem hohen Druck die Namen der Verstorbenen ausgestanzt wurden. In der Erde darunter fanden der erstgeborene Sohn Salderns, dessen Ehefrau sowie deren Kinder und Enkel ihre letzte Ruhe. Der KVBL-Vorsitzende Reinhard Koglin erinnerte an den schlechten Zustand der Holzsärge beim Öffnen der Gruft vor zwei Jahren.

 „Hausbesitzer kennen ja die Folgen, wenn man nicht lüftet. Die Särge waren so vom Schwamm zersetzt, dass auch unser Archäologe Wolfgang Bauch nichts machen konnte“, erzählte Koglin am Montag vor Vertretern der Klosterkirchengemeinde, der Kommune Bordesholm sowie der Fielmann AG. Das Brillenunternehmen hatte die Kosten der Grabplatte von knapp 6000 Euro übernommen. Der KVBL-Vorsitzende dankte den Sponsoren und auch der Klosterkirche, dass sie der Beisetzung auf dem bereits 1868 geschlossenen Friedhof neben der Kirche zugestimmt hatte. Koglin machte weiterhin deutlich, dass mit der Einweihung der Grabplatte ein weiteres Stück historisches Bordesholm sichtbar geworden ist.

 Bürgermeister Helmut Tiede sprach von einer würdigen Grabstätte für die Nachkommen Salderns, der vor allem als Diplomat in russischen Diensten bekannt wurde und von Katharina der Großen zum Staatsminister ernannt worden war. „Saldern ist eng mit Bordesholm verbunden, das kulturhistorische Gedenken an ihn werden wir hegen und pflegen“, sagte Tiede und lobte den KVBL für dessen Engagement. Am Rande der Einweihung kündigte Fielmann-Vertreter Jürgen Ostwald eine weitere Unterstützung an. Im Herbst erhält das Museum auf der Klosterinsel Bordesholm ein Bild des 1805 in Bordesholm geborenen Malers Johann Paul Mohr – als Dauerleihgabe.

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