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Ein Tag im Leben des Reformators

Flintbek Ein Tag im Leben des Reformators

Eric Petsch blieb beim Luthertag auf den Ablassbriefen sitzen. Als Ablassprediger Johann Tetzel wollte der Konfirmand Viertklässler überzeugen, dass man sich von Höllenfahrt und Fegefeuer freikaufen sollte.

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Clemens Schade lädt am Luthertag im Gewand des Reformators zum Tischgespräch ein.

Quelle: Beate König

Flintbek. Doch die Neun- bis Zehnjährigen kauften lieber Brot und glaubten Reformator Andreas Karlstadt, der von Vergebung der Sünden und von einem Gott predigte, der die Menschen liebt.

 Pastorin Simone Sommer, zum ersten Mal beim gestrigen Luthertag dabei, den die Kirchengemeinde in Flintbek seit gut zehn Jahren organisiert, ist zufrieden mit der entschiedenen Reaktion der Schüler: „Es kommt immer darauf an, wie gut die Schüler im Unterricht auf den Reformationstag vorbereitet wurden.“ 70 Viertklässler lernten an vier Stationen, außer dem Ablassverkauf noch der Lesestube, dem Erweckungserlebnis in der Gewitternacht bei Stotternheim und beim Anschlagen der Thesen an der Kirchentür, wie Martin Luther den Glauben reformierte.

 Mitspieler zu finden, war in diesem Jahr leicht, sagt Clemens Schade. 19 Jugendliche machten mit. „Die waren schon selbst als Grundschüler dabei.“ Schade schlüpft seit fünf Jahren in den alten Talar seines Vaters Pastor Manfred Schade, um an einer reich gedeckten Tafel Luthers Tischgespräche mit seinen Schülern zu zeigen und Ein feste Burg ist unser Gott zu singen. Der 19-Jährige stellte fest, dass sich durch die Auseinandersetzung mit den historischen Rollen das Wissen über die Reformation weitaus besser verfestigt, als nur durch Lesen.

 In vier Proben während der Ferien wurden die Darsteller mit Selbstgeschneidertem eingekleidet und übten den Text. „Tetzel habe ich mir mehrfach einbestellt“, sagt Pastorin Sommer. Stunden dauerte es, bis die Fenster eines Raums lichtdicht abgeklebt waren, damit Blitz und Donner im Dunkeln wirken konnten. „Ein bisschen gruselig darf es in Erinnerung bleiben“, sagt Clemes Schade. Pastorin Sommer: „Aber jede Station endet mit der Aussage: „Ich bin geborgen in Gott.“

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