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Ein Tempolimit ist kein Thema

L49/L318 in Bordesholm Ein Tempolimit ist kein Thema

Ist ein Tempolimit auf der Landesstraße 49 an den beiden Einmündungen zur L318 sinnvoll? Der Bordesholmer Axel Rohs hält das für dringend notwendig. Gerade nach den beiden Verkehrsunfällen, bei denen in der vergangenen Woche am Montag gegen 16 Uhr und am Dienstag gegen 19.40 Uhr insgesamt vier Verkehrsteilnehmer schwer verletzt wurden.

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Deutlich mehr Verkehr wegen der Umleitung an den Kreuzungen L318/L49: Zwei Mal hat es letzte Woche hier gekracht.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die verantwortlichen Behörden in Rendsburg, das Ordnungsamt des Amts und die Polizei sehen dafür aber keine Veranlassung. Auch nicht für ein zeitlich befristetes Tempolimit, bis die Vollsperrung der L318 in gut drei Wochen wieder aufgehoben ist und der Umleitungsverkehr nicht mehr auf die L49 muss.

 Auf der L-49-Strecke ist sowohl in Richung Nettelsee als auch A7 in den beiden Kreuzungsbereichen zur L318 Tempo 100 erlaubt. Axel Rohs, der den Bereich fast täglich befährt, forderte bereits 2013 ein Tempolimit. Das wurde aber seitens der Behörden nach einem Ortstermin abgelehnt. „Die Unfälle gehen aufgrund der dort gefahren Geschwindigkeit immer schwer aus, häufig muss der Rettungshubschrauber wie bei den beiden Unfällen in der letzten Woche landen.“ Die Strecke sei zwar weit einsehbar, betonte Rohs gegenüber unserer Zeitung. „Als Abbiegender von der L318 kommend ist es aber immer sehr schwer abzuschätzen, wann genug Platz zum Einscheren ist. Selbst wenn man abgebogen ist, fahren die Fahrzeuge hinter einem dicht auf oder versuchen, noch zu überholen“, beschreibt er die Situation. Er hält deshalb ein Tempolimit von 80 km/h für sinnvoll.

 In den letzten Jahren hat es immer wieder Unfälle gegeben. Aber aus Sicht der Verkehrsaufsicht in Rendsburg habe es sich bei den Einmündungsbereichen nie um eine Unfallhäufungsstelle gehandelt. Dies sei erst bei drei gleichartigen Unfällen pro Jahr so. „Wir haben Unfallberichte im Auge und reagieren sofort“, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung weiter. Nach Rücksprache mit der Polizei am Montag bestehe aber für den L49-Bereich kein Handlungsbedarf. Die beiden Unfälle in der letzten Woche hätten unterschiedliche Ursachen. Matthias Forster, stellvertretender Chef des Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV), kennt den Bereich auch sehr gut und hält Einschränkungen nicht für notwendig. „Klar, der Bereich verleitet zum Schnellfahren, aber der Knotenpunkt ist gut einsehbar, selbst wenn da einer 120 fährt. Ein Abbiegedruck durch Drängler hinter einem besteht dort auch nicht.“ Wegen der Umleitung komme es aber zurzeit während der Rush-Hour zu Rückstaus.

 Die Polizei selbst wollte sich zu einem Tempolimit nicht äußern. Das sei Sache der Behörden. Ursache der beiden Unfälle seien aber nicht zu schnelles Fahren, sondern das Missachten der Vorfahrt und das Abdriften in den Gegenverkehr gewesen, berichtete Polizeipressesprecher Sönke Hinrichs. Mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen durch die Baustellen-Vollsperrung hätten die Unfälle nichts zu tun, bestätigte auch Dirk Maschmann, stellvertretender Leiter der Polizeistation in Bordesholm.

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