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Ein Treffen unter Freunden

Ein Treffen unter Freunden

Auch bei dem zweiten Treffen des Freundeskreis der Asylsuchenden im Nortorfer Land am Freitagabend war der Saal fast bis auf den letzten Platz besetzt. Über 100 Gäste, darunter Nortorfer, Bewohner der Nachbargemeinden und im Amtsgebiet lebende Asylsuchende, füllten mit Gesprächen das Markushaus.

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Wer hat hier den Witz gemacht? Ausgelassene Freude zeigen Ute Dillman (links) vom Freundeskreis und Ramia Manuwar aus Syrien im Gespräch.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Vor einem Jahr hatte sich der Freundeskreis der Asylsuchenden im Nortorfer Land (FANL) gerade erst zusammen gefunden und zu einem ersten Begegnungsabend für Einheimische und Neubürger, wie in Nortorf lieber gesagt wird, eingeladen.

"Viele fröhliche Gesichter"

Die Gäste begrüßten einander so lange und unterhielten sich so intensiv, dass Hanns Lothar Kaempfe, Vorstand des Kirchengemeinderats und aus der FANL-Lenkungsgruppe, erst eine gute halbe Stunde später ans Mikrofon trat. „Ich freue mich, so viele fröhliche Gesichter zu sehen“, begrüßte er die große Runde. Er blickte kurz zurück auf das vergangene Jahr und betonte: „Wir haben so viel Unterstützung aus der Öffentlichkeit und vom Amt Nortorfer Land erfahren. Es ist großartig, wie viele Menschen helfen wollen.“ Einen Extra-Applaus erhielt Julia Beilke vom FANL, die Anfang des Jahres den offenen interkulturellen Garten ins Leben gerufen und mit Leben gefüllt hatte, und nun nach der Gartensaison die Organisation des neuen Begegnungszentrums in einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Haus auf dem Gartengrundstück übernimmt.

Kaempfe hatte gelobt, welch „kräftige Fortschritte“ viele Neubürger in der Deutschen Sprache gemacht hätten, und das stellte Emad Yasin aus Syrien gleich unter Beweis. Der Familienvater erzählte auf deutsch, dass er mit seiner Frau Ramia Manuwar und seinem Sohn Khalid aus Damaskus vor einem Jahr und vier Monaten vor dem Krieg geflohen sei. „Ich möchte Danke sagen für die Hilfe, die wir von vielen lieben Menschen bekommen haben.“ Auch sein 19-jähriger Sohn Khalid bedankte sich für „Freundlichkeit, Höflichkeit und Nächstenliebe“ der Nortorfer und brachte gewitzt mehr als einmal alle zum Lachen. Seit acht Monaten lerne er deutsch, erzählte er wieder ernst. „Heute mache ich meinen Hauptschulabschluss und mache ein Praktikum im Maschinenbau. Danach strebe ich eine Ausbildung im Maschinenbau an.“ Ohne die Hilfe der Nortorfer, so Khalid, hätte er dies nicht jetzt schon erreichen können.

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Die FANL-Mitglieder Hanns Lothar Kaempfe (v.l.), Peter Krey, Nortorfs Ordnungsamtsleiter, und Julia Beilke im interkulturellen Garten: Das Häuschen auf dem Grundstück wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt, um dort eine Begegnungsstätte einzurichten.

Ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen können, wird bald in Nortorf Wirklichkeit. Die Stadt hat dem Freundeskreis der Asylsuchenden im Nortorfer Land (FANL) ein Haus am Jungfernstieg als Begegnungsstätte und interkulturelles Kommunikationszentrum suchte zur Verfügung gestellt.

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