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Denkfabrik Nooröffnung

Workshop in Eckernförde Denkfabrik Nooröffnung

Drei Stunden rauchten die Köpfe. Im Workshop zum Eckernförder Stadtentwicklungsprojekt Nooröffnung arbeiteten Politiker und Vertreter relevanter Gruppen wie Wirtschaftskreis, Bürgerinitiative Bauen und Seniorenbeirat am Sonnabend im Ratssaal intensiv an Ideen für ein noch zu beschließendes Nutzungskonzept. Am Ende war die Zufriedenheit der Teilnehmer hoch, und manche Änderung für die Nooröffnung zeichnet sich ab.

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Für die AG Städtebau des Workshops stellt Sprecherin Katharina Heldt (CDU) die Ergebnisse im Ratssaal vor.

Quelle: Rohde

Eckernförde. Eine der vier Arbeitsgruppen, in die sich die Workshop-Teilnehmer aufgeteilt hatten, war die AG Städtebau. Deren Sprecherin Katharina Heldt (CDU) stellte die Ergebnisse vor. So ist offensichtlich ein Durchziehen der geplanten Bebauung an der nördlichen Kante des Innenhafens in den Vogelsang vom Tisch. „Es geht nur noch um die Gaehtjestraße“, sagte Heldt. Nach Vorstellungen der AG soll die Wasserkante der Gaehtjestraße nicht dreigeschossig wie im Ursprungsentwurf, sondern nur zweigeschossig bebaut werden. Sichtbeziehungen zum Hafen sollen gewahrt blieben. Im Erdgeschoss könnte Einzelhandel (gern maritim), im Obergeschoss Wohnen oder Büro angesiedelt werden.

 An der Stadtseite der Nooröffnung stellt sich die AG eine Bebauung aus Reihen- oder Kettenhäusern vor. Auch Privatleute sollen hier Grundstücke kaufen und bebauen können. Auf dem dahinterliegenden Areal (ab Ex-Markantmarkt) ist eine verdichtete Bebauung vorgesehen mit drei Geschossen und Satteldach. Zum Schulweg hin soll ein Einzelhandel platziert werden. Autos in dem Neubaugebiet sollen in Tief- oder Parkgaragen verschwinden. Auch das Thema Kinoneubau wurde nach dem Scheitern des Bahnhofstandorts diskutiert. Ein Kino in kleineren Dimensionen (bisher angedacht: fünf Säle, 770 Plätze) wäre zum Schulweg hin möglich. Eine andere Alternative wäre ein Kino auf dem jetzigen Skaterpark zusammen mit Einzelhandel. Dann, so Heldt, müsse aber ein Ersatztreff für Jugendliche geschaffen werden.

 Mit dem Kino hatte sich ebenfalls die AG Wirtschaft beschäftigt. Hier gab es nach Angaben von Sprecherin Karin Himstedt (CDU) eine „starke Tendenz“ hin zur Skaterbahn. Diese Fläche sei zwar von der Innenstadt weiter entfernt, besitze aber den Vorteil, dass dann das gesamte Baugebiet der Nooröffnung so für Wohnen und Gewerbe zur Verfügung stehe. Der Geschosswohnungsbau (50 bis 70 Wohneinheiten) soll ausschließlich aus Mietwohnungen bestehen, im Mix von frei finanziert bis gefördert. Heinz-Michael Kornath (CDU) fügte für die AG Soziales hinzu, dass hier ein Mehrgenerationenwohnen gewünscht sei, mit einem Treff, barrierefrei, auch mit kleineren Wohneinheiten für Singles sowie teilweise mit einer Mietobergrenze.

 Für die AG Ökologie betonte Martin Klimach-Dreger, dass die Nooröffnung die Verbindung Ostsee und Noor erfahrbar machen müsse. Dazu gehörten Rund- und Verbindungswege. In die Bauplanung sollte das Thema ökologisches Bauen mit einbezogen werden. Und die Häuser an der Stadtseite der Nooröffnung dürften keine „B-Fassaden“ zum Wasser hin erhalten. Diese Meinung unterstrich auch der ehemalige Architekt Günter Haß: „Wir brauchen Entwürfe, die unsere Stadt verschönern.“

 Das weitere Prozedere: Am 12. Mai um 17.45 Uhr tagt der interfraktionelle Arbeitskreis Nooröffnung öffentlich im Rathaus, und am 2. Juni folgt eine Einwohnerversammlung, 18.30 Uhr, in der Stadthalle. Bis zu den Sommerferien soll das Nutzungskonzept stehen. Im Herbst rechnet die Stadt mit ersten Ergebnissen des Investorenwettbewerbs. 2015/16 laufen die Planungen, 2017/18 könnten erste Umsetzungsschritte für das Projekt Nooröffnung beginnen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten