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Feuchter Mai sorgt für gute Ernte

Lindau Feuchter Mai sorgt für gute Ernte

Otto Gravert steht auf seinem Gerstenfeld und streicht durch die Ähren. Die Getreidehalme reichen dem Landwirt bis zur Hüfte. Er nimmt einen Halm und schaut auf die Körner der Gerste. Beim Blick auf die Ähren ist Gravert zufrieden.

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Die Wintergerste ist in Lindau schon hoch gewachsen. Otto Gravert ist deshalb zufrieden mit dem feuchten Wetter der vergangenen Wochen.

Quelle: Anne Steinmetz

Lindau. „Die Ähren sind jetzt schon voll ausgebildet“, sagt Gravert. Im April und Mai werden die Kornlagen im Getreide festgelegt, erklärt er. Das heißt, es entscheidet sich, wie viele Körner pro Ähre gebildet werden. Wie gut die Ernte also sein wird und wie hoch der Ertrag für den Bauern. Zahlreiche Körner sind bereits zu sehen und versprechen Ende Juli eine gute Ernte.

Der Grund dafür ist das Wetter der vergangenen Wochen. „Ist der Mai kühl und nass, füllt es des Bauern Scheu’n und Fass“, lautet eine Bauernregel. Und sie stimmt, sagt Otto Gravert: „Entscheidend ist natürlich die Feuchtigkeit, die die Pflanzen brauchen. Die Kühle hat zur Folge, dass das Getreide nicht so hoch wächst, die Halme also nicht so lang werden.“ Um die Größe der Halme einzudämmen, habe man inzwischen aber auch die Möglichkeit zu spritzen. Aber die Felder zu bewässern sei viel zu teuer.

Gravert ist auch mit der bisherigen Entwicklung der anderen Pflanzen auf seinen Feldern zufrieden. 35 Hektar Wintergerste, 50 Hektar Weizen, 50 Hektar Triticale, 50 Hektar Ackergras und 120 Hektar Mais baut er rund um seinen Hof in Lindau an. „Der Mais ist erst vor drei Wochen gesät worden. Zu dessen Wachstum kann man noch nicht viel sagen“, berichtet er. Beim Gang auf ein Weizenfeld schaut Gravert entspannt über die grünen Halme. Er reißt einen aus und schneidet ihn auf. Die Ähren kommen zum Vorschein. „Die sind noch nicht ausgetrieben, das dauert noch ein paar Wochen“, erklärt Gravert. Aber eine Große Anzahl Körner ist schon deutlich zu erkennen.

„Eigentlich ist dieses Jahr ackerbaulich ein normales Jahr. Die vergangenen Jahre waren Extreme“, so Bärbel Bischoff von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. 2013 sei es lange sehr kalt gewesen und das vergangenen Jahr war ungewöhnlich warm. „Als optimal oder besonders gut würde ich die Bedingungen derzeit deshalb nicht bezeichnen“, sagt sie.

Auch Otto Gravert findet, dass es langsam Zeit für eine Wetteränderung wird: „Wir brauchen jetzt stabiles, warmes Wetter. Zehn Tage ohne Regen, das wäre gut.“ Denn für den ersten Grasschnitt, der jetzt ansteht, muss das Wetter beständiger und trocken sein. Auch der Mais benötigt mehr Wärme, um gut zu wachsen. „Außerdem ist das Fahren auf den Äckern schwierig, wenn der Boden so feucht ist“, sagt Gravert.

Er hofft deshalb auf eine längere, wärmere Phase ab der kommenden Woche. „Wir haben einen sehr lehmigen Boden hier, der die Feuchtigkeit gut speichert. Vier Wochen kämen wir deshalb gut ohne Regen aus“, sagt der Landwirt.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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