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Die Diebe kamen gleich zwei Mal

Einbrüche in Schierensee Die Diebe kamen gleich zwei Mal

Gleich zwei Mal wurde ein Rentnerpaar aus Schierensee von Einbrechern bestohlen. Zwei Mal innerhalb nur einer Woche. Nun wollen die beiden andere warnen, auch auf dem Dorf nicht allzu vertrauensvoll zu sein. Die Polizei rät, Häuser und Wohnungen angemessen sicher zu machen.

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Die Spuren an der Tür des Ehepaars aus Schierensee zeigen, dass sie aufgehebelt worden ist.

Quelle: Beate König

Schierensee. Zwei Diebstähle binnen sieben Tagen schockieren ein Ehepaar in Schierensee. „Es wurde eingebrochen“, stellten die Rentner nach der Rückkehr aus dem Urlaub Ende September entsetzt fest. Eine Woche später kam der zweite Schlag: Ein Dieb nutzte die abends offen stehende Haustür, um eine Handtasche von der Garderobe zu stehlen.

Jetzt wendete sich die 72-Jährige Schierenseerin an Marion Neumann-Neurode, die Leseranwältin der Kieler Nachrichten, um andere Hausbesitzer zu warnen. Scham und Selbstvorwürfe seien groß. „Warum habe ich der Nachbarin, die die Blumen gießt, nicht gesagt, dass sie abends das Licht im Flur anschalten soll?“, fragt sich die Schierenseerin. Aber für die Rentnerin überwiegt das Bedürfnis, andere Dorfbewohner auf die Dreistigkeit der Einbrecher aufmerksam zu machen, die im gleichen Zeitraum auch bei ihren Nachbarn eingestiegen waren. Ihr Eindruck ist, dass die Zahl der Einbrüche steigt: „In den vergangenen sechs Jahren gab es neun Einbrüche, von denen ich weiß.“ Immer waren Häuser am Dorfrand das Ziel.

„Die Katze wollte abends nicht sofort raus gehen. Ich ließ die Haustür offen und setzte mich zum Lesen in die Küche“, beschreibt die Frau eine Szene, die im Dorf nicht ungewöhnlich ist. Man kennt die Nachbarn, lebt im Vertrauen auf die Ehrlichkeit der anderen.

Dass zwischen 20.30 und 21 Uhr abends jemand ins Haus gekommen war, um die Tasche mit Bargeld und Ausweisen im Portemonnaie zu klauen, bemerkte sie erst einen Tag später.

Die Spuren der Einbrecher, die eine Woche vorher durch ein aufgehebelte Küchentür ins Haus eingedrungen waren und eine Münzsammlumg und Familienschmuck mit Sachwert von rund 10000 Euro, aber auch mit einem sehr hohen ideellen Wert, gestohlen hatten, sind noch heute am Holzrahmen der Tür zu sehen. Eindruck der Rentnerin: „Es wurde gezielt nach leicht transportablem Edelmetall gesucht.“ Denn ein Portemonnaie mit Bargeld blieb liegen.

Das Paar hat die Außenbeleuchtung des Hauses mittlerweile an einen Bewegungsmelder gekoppelt. „Machen Sie dem Einbrecher das schnelle Einsteigen schwer“, ist der Ratschlag von Rainer Wetzel, Pressesprecher der Polizeidirektion Neumünster. Haustüren sollten laut Wetzel immer abgeschlossen werden, auch wenn sie Türknäufe haben. Fenster vor dem Verlassen des Hauses abschließen und Schiebetüren mit einem Kantholz in der Innenschiene blockieren, macht Dieben das Einbrechen schwer. Bei Kellertüren erhöhe ein Riegel die Sicherheit, so Wetzel. Je länger ein Einbruchsversuch dauere, desto eher geben die Täter aus Angst vorm Erwischtwerden auf. Außerdem: „Achten Sie darauf, wer durchs Dorf läuft. Es kann sein, dass jemand die Häuser ausbaldowert.“ Gerade im ländlichen Raum würden die Täter auf die Arglosigkeit der Menschen setzen, sagt Wetzel.

Weitere Sicherheitstipps und Adressen von autorisierten Beratungsfirmen stehen auf www.polizeilicheberatung.de

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