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Eine alte Werkshalle für Flüchtlinge

Bordesholm Eine alte Werkshalle für Flüchtlinge

Das Amt Bordesholm hat den Sitz der ehemaligen Tiefbaufirma Peter Bode im Lüttparten für die Unterbringung von Flüchtlingen gekauft. Der Amtsausschuss hatte in der Sondersitzung am Montag, wie berichtet, dem Kaufvertrag für 450000 Euro zugestimmt.

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Das Amt hat den Firmensitz einer Tiefbaufirma im Lüttparten gekauft und will dort Flüchtlinge unterbringen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Es handelt sich um ein 4700 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem ein Wohnhaus und eine Werkhalle stehen. Nach Angaben von Amtsdirektor Heinrich Lembrecht können ab Dezember etwa 15 bis 20 Asylsuchende in dem zweigeschossigen Wohnhaus einziehen. „Die Halle könnte schnell zu einer Notunterkunft gemacht werden, falls wir im Winter auf dem freien Wohnungsmarkt nichts mehr bekommen“, so Lembrecht. Somit braucht das Amt auch keine öffentlichen Domizile wie Turnhallen umbauen.

 „Ob wir Plan B mit der Notunterkunft brauchen, ist noch offen, aber wir haben jetzt einen Puffer“, sagte der Amtsdirektor bei einem Pressegespräch im Beisein mit Landrat Rolf Oliver Schwemer, der am Montag Bordesholm besuchte. Lembrecht führte aus, dass das Amt nach einem zweiten Domizil gleicher Größe suche. Details dazu nannte er nicht. Der Amtsausschuss hatte zuvor den dritten Nachtragsetat verabschiedet, der eine Kreditaufnahme in Höhe von 2 Millionen Euro vorsieht. Dieses zinslose Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist für die Unterbringung gedacht. Unter anderem ist eine Aufstockung des Rathauses geplant. Mit diesem Thema wird sich der Amtsausschuss in seiner Sitzung am 17. Dezember befassen.

 „Wir wissen ja nicht, wie sich die Zuweisungszahlen entwickeln?“, so der Amtsdirektor. Schwemer konnte natürlich da auch nicht weiterhelfen. In diesem Jahr rechnet der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 5000 Menschen, für 2016 mit 3500. „Das ist allerdings keine sichere Prognose“, so Schwemer. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis sei gut, man stimme sich bei der Zuweisung eng ab. „Das Ganze bringt aber die Verwaltung an die Grenzen“, so Lembrecht. Er dankte den weit über 100 Ehrenamtlichen, die in der Region Bordesholm bei der Integration über den Freundeskreis mithelfen. Auf die Frage, was das Amt täte, wenn sich alle Helfer zurückziehen würden, betonte er: „Dann machen wir den Laden auch dicht!“ Man helfe als Behörde den Helfern, wo man nur könne und man versuche, sie zu behalten. Denn auch dort werde die Belastung stärker. Das Amt gebe die vom Bund gewährte Integrationspauschale an die Helfer weiter, damit sie nicht auf Fahrt- und andere Kosten sitzen bleiben.

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