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Erster Spatenstich mit Frühstück

Einkaufsstraße Bordesholm Erster Spatenstich mit Frühstück

Mit einem Baustellenfrühstück wird der symbolische erste Spatenstich für den Umbau der Einkaufsstraße in Bordesholm am Sonnabend, 3. Juni, ab 10 Uhr begleitet. Die Bürger sparen jedoch nicht mit Kritik. Sie bemängeln das Fällen der älten Bäume und befürchten eine karge Betonwüste.

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Der Bauingenieur Frank Waldaukat (von rechts) bespricht am Plan mit den Anliegern Hans-Jörg Lüth und Jens Moldenhauer die Einzelheiten der Sperrung.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Bei der Bürgerinformation des Amts zum Umbau der Einkaufsstraße wurden die Startschuss-Details bekannt gegeben. Viele Zuhörer sparten aber nicht mit Kritik:  Die Gemeinde dagegen rechtfertigt die 1,2 Millionen Euro teure Modernisierung mit der Schaffung von „mehr Aufenthaltsqualität“ und einem „neuen Zentrum, das mehr Gewinn für alle bringt“. Die Baummaßnahme soll bis zum 20. November dauern.

Baum-Kahlschlag wird kritisch gesehen

Der Baum-Kahlschlag am Sonnabend, 20. Mai, wurde oft kritisiert. „Warum hat man mit der Planung keinen Gartenarchitekten beauftragt. Für mich gehört Grün zur Aufenthaltsqualität dazu. Außerdem hätte man die alten Bäume mit in die neue Planung integrieren können. Mir fehlen die Visionen, hier wird viel Geld für eine Steinwüste ausgegeben“, sagte Ann-Susann Peters und erhielt Applaus.  „Die neue Konzeption zeugt aber nicht von Ideenreichtum“, so Hans-Jörg Lüth. Er wollte wissen, ob die Gemeinde nicht mal überlegt habe, den Planer zu wechseln.

Zweite Regenrinne ist "nur" optisches Element

„Das haben wir durchdacht“, betonte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht, „aber im Derby wechselt man auch auch nicht vor der letzten Hürde das Pferd.“ Nach mehr als zehn Jahren endet in diesem Jahr die Städtebaumaßnahme, die von Beginn an vom Landschaftsarchitekten Arne Siller (Kiel) begleitet worden war. "Die alten Bäume hätten nicht zum Konzept gepasst, aber das sei bereits zu Beginn der ganzen Planung klar gewesen.“ Auch der Sonnabendnachmittag sei bewusst für die Fällaktion gewählt worden. "Nicht um dieses heimlich zu machen, sondern um den Geschäftsbetrieb nicht zu stören“, so der Amtsdirektor.

Helmut Berger (FDP) betonte, dass zu viel Geld für zu wenig Nutzen ausgegeben werde. Er erinnerte an die zweite Regenrinne. „Es ist ein optisches Element, welches aber für die Symmetrie wichtig ist. Es sorgt für eine optische Einengung der Straße“, so der Ingenieur Andreas Scheer. Autos sollen langsamer fahren.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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