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Rotoren kommen auf jeden Fall

Bürgerwindpark Eisendorf? Rotoren kommen auf jeden Fall

Bedenken und Ablehnung rangen unter den Eisendorfer Bürgern mit Zustimmung zu grünem Strom und erneuerbaren Energien: Bei einer Einwohnerversammlung am Donnerstag diskutierten sie, ob sie einen Bürgerwindpark befürworten oder nicht. Gebaut würden die Rotoren so oder so, betonte Bürgermeister Irps.

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Diese Fläche wäre die einzig mögliche auf Eisendorfer Gemeindegebiet, um einen Windpark zu bauen. Die Pfeile markieren die erforderlichen Abstände zur Wohnbebauung in den Gemeinden Borgdorf-Seedorf, Ellerdorf, Eisendorf und der Stadt Nortorf.

Quelle: Nora Saric

Eisendorf. Ein Windpark werde auf dieser südwestlich zum Gemeindegebiet gehörenden Fläche entstehen – so oder so, klärte Bürgermeister Bernd Irps die zahlreichen Anwesenden auf. Derzeit würden zwei Planungsbüros miteinander um die rund zehn Hektar ringen. Die Flächeneigentümer würden dem Bau von Anlagen zustimmen. „Deshalb reden wir heute über einen Bürgerwindpark.“ Wenn auf dem Gemeindegebiet Rotoren gebaut werden, dann sollten die Eisendorfer beteiligt sein, stellte Irps klar. Die Rede war von einer Investition von 5 Millionen Euro für fünf bis sechs Anlagen von 150 Metern Gesamthöhe.

 Einen Überblick über Windenergie, Technik und Gesetzeslage gab Walther Eggersglüß, Energieberater der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Er erläuterte die Fakten zu Schattenwurf und Geräuschen, ebenso wie die Tatsache, dass die Anlagen Einschränkungen des Lebensraums für bestimmte Tierarten darstellen. „Es wird ein immissionsschutzrechtliches Verfahren durchgeführt, bis überhaupt ein Park genehmigt werden kann.“

 Für Gemeinden, ergänzte Irps, würde ein Nein zur Windenergie vor der eigenen Haustür nicht mehr ausreichen, es müssten ausreichend harte Argumente vorgelegt werden, um den Anlagenbau zu verhindern. „Und das schaffen wir hier nicht.“ Die Einwohner vermissten ihr Mitspracherecht. „Was haben wir denn für ein Votum?“, fragte eine Frau. „Wir haben doch keine Chance, uns dagegen zu wehren – außer wir kaufen uns noch schnell einen Schwarzstorch!“

 Eggerslüß stellte die verschiedenen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung vor, die von den Eisendorfern weitgehend kritisch betrachtet wurden. „Was haben wir denn für einen Nutzen davon, wenn diese Dinger hier stehen?“, fragte ein Bürger. „Wir sind hier mittendrin“, meinte dazu Eggerslüß. „In dieser Region Strom loszuwerden, ist kein Problem.“ Sorgen um den Wertverlust von Grundstücken und Immobilen wurden geäußert. „Wenn, dann darf es nur ein Bürgerwindpark werden“, meinte ein Anwesender. „Wir wollen doch alle vom Atomstrom weg.“

 Ohne eine richtige Entscheidungsgrundlage wollten die Eisendorfer am Donnerstag aber noch keine klare Stellung beziehen.

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