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Lob für die Vielfalt – und doch fehlt Einiges

Flintbek Lob für die Vielfalt – und doch fehlt Einiges

Die Situation des Einzelhandels in Flintbek soll verbessert werden, daher hat die Gemeinde die Beratungs- und Managementfirma Cima aus Lübeck mit der Aufstellung eines Einzelhandelskonzepts beauftragt. Dazu starteten Cima-Mitarbeiter am Sonnabend eine Bürgerbefragung.

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Beatrice Caspari (links) von der Firma Cima befragt Christine Kühne-Thiel aus Flintbek über den Einzelhandel vor Ort. Die 29-Jährige vermisst einen Drogeriemarkt.

Quelle: Veronika Sawicki

Flintbek. Flintbek. Die Situation des Einzelhandels in Flintbek soll verbessert werden, daher hat die Gemeinde die Beratungs- und Managementfirma Cima aus Lübeck mit der Aufstellung eines Einzelhandelskonzepts beauftragt. Dazu starteten Cima-Mitarbeiter am Sonnabend eine Bürgerbefragung.

 An drei Standorten fingen die Mitarbeiter der Firma Cima Passanten ab: Famila am Kätnerskamp, Edeka in der Dorfstraße und das Kaufhaus Renner am Rosenberg – das sind wohl drei der beliebtesten Einkaufsmöglichkeiten in Flintbek. „Wir wollen zunächst den Einzelhandel untersuchen und strukturieren. Dann gibt es Verbesserungsvorschläge in Form eines Gutachtens“, erläuterte Projektassistent David Kamin von der Firma Cima das Vorhaben.

 Auf einem zweiseitigen Bogen mit Fragen unter anderem zur Häufigkeit der Einkäufe sowie zur Zufriedenheit mit dem Einzelhandel erfassten die Mitarbeiter anonyme Daten. Verbesserungsvorschläge waren erwünscht. „Um zu sehen, was überhaupt möglich ist, müssen wir den Bedarf aufdecken – eine Art Inventur“, sagte David Kamin.

 Die Umfrage kam gut an. Viele Bürger beteiligten sich. Hans Delfs aus Blumenthal zum Beispiel kauft bis zu sechs Mal in der Woche in Flintbek ein. „Es ist zwar nicht viel, aber das, was man braucht, ist da.“ Klaus Reichert aus Molfsee teilt diese Meinung: „Bei uns in Molfsee gibt es ja nichts mehr. Deshalb kommen wir immer nach Flintbek. Hier bekommt man alles.“ Christine Kühne-Thiel aus Flintbek lobte ebenfalls die Vielfalt, insbesondere beim Lebensmittelangebot. „Das Einzige, was fehlt, ist ein Drogeriemarkt“, findet die 29-Jährige.

 Annelene Hansen-Schoening aus Flintbek vermisst einen Ortskern: „Das ist hier alles so auseinandergerissen. Es fehlt ein Treffpunkt.“ Angela und Ralf Schareyka beobachten dasselbe Phänomen auch schon seit vielen Jahren. Die Eheleute wohnen seit 1984 in Flintbek. „Es ist so zersiedelt. Das hat sich nicht zum Vorteil entwickelt“, meinte Ralf Schareyka.

 Die Ergebnisse aus der Umfrage sollen zeitnah ausgewertet werden, damit das Konzept bis zu den Sommerferien der Politik vorgelegt werden kann. Ziel des gesamten Projekts sei, das Ortszentrum von Flintbek zu stärken, erläuterte Hans-Jürgen Graht vom Amt für Finanzen.

 Das Einzelhandelskonzept ist Bestandteil des Städtebauförderungsprogramms „aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Hierbei werden die Städtebauförderungsmittel zu je einem Drittel von Bund, Land und Förderkommune getragen. „Uns ist besonders wichtig, die Bürger zu beteiligen“, betonte Graht. Interessierte haben am Mittwoch erneut Gelegenheit, sich einzubringen. Dann wird die Umfrage fortgesetzt.

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Veronika Sawicki

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