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Anwohner genervt von Lärm und Schmutz

Eisenbahnhochbrücke Anwohner genervt von Lärm und Schmutz

Anlieger im Bereich der Eisenbahnhochbrücke in Osterrönfeld sind genervt: quietschende Zugbremsen, rieselnder Rost. Seit Jahren bemühen sie sich, bei der Deutschen Bahn eine Verringerung der Lärmbelästigung zu erreichen. Auch die Gemeinde hat sich eingeschaltet. Eine Antwort der Bahn steht noch aus.

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Das Übel fährt auf Gleisen in fast 40 Metern Höhe. "Wenn Züge über die Hochbrücke fahren, kann man nur bei geschlossenem Fenster Fernsehen und sich unterhalten", sagt Anna-Luise Pantel.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Osterrönfeld. Seit mehr als zwei Jahren sei die Gemeinde im Gespräch mit der Bahn, teilte Bürgermeister Bernd Sienknecht mit. „Wir haben Mitte 2016 letztmalig zusammengesessen und uns speziell über den Streckenabschnitt zwischen Rendsburg und Nortorf unterhalten. In diesem Bereich sollte eine Lärmuntersuchung in Auftrag gegeben werden. Auch den Rostflug haben wir beanstandet.“

Informationen über Ergebnisse gebe es bisher nicht. „Wir haben die Bahn zuletzt am 17. Oktober angeschrieben und bis Ende Oktober eine Frist gesetzt.“ Da eine Antwort nicht vorliege, wolle der Ausschuss am Donnerstag über die weitere Vorgehensweise beraten. Gemeinde und Bahn hätten bisher das Thema konstruktiv erörtert. „Aber jetzt wird es wirklich Zeit, dass wir Informationen erhalten, wie es weitergehen soll“, sagte Sienknecht.

Zu den Anliegern entlang der Hochbrücke gehört seit 45 Jahren auch Anna-Luise Pantel in der Wilhelm-Hartz-Straße. Das Dröhnen der Räder, das Quietschen der Bremsen: Die bis zu 835 Meter langen Güterzüge auf der Strecke zwischen Maschen und Padborg/Dänemark, wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage erklärte, und die doppelstöckigen Personenzüge würden besonders stark nerven. „Auf der Terrasse und im Garten zu sitzen, das ist pure Belästigung. Wenn der Zug über einem rollt, dann kann man sich nicht unterhalten.“

Auch der Rostflug durch die Züge ist für die 72-Jährige ein Ärgernis. „Auf zwei Veluxfenstern sind große Rostflecken wie auch auf der Friesengarnitur aus Holz, auf dem Terrassenboden liegen Rostpartikel.“ Inge Reimers hat die Hoffnung ebenfalls aufgegeben, dass die Lärmbelästigung minimiert wird. „Es passiert einfach nichts.“ Die 78-Jährige, Anliegerin seit 47 Jahren, stört sich wahnsinnig an dem Quietschen der Bremsen der Personenzüge in Richtung Hamburg.

Der Verkehrsausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 2. November, 19 Uhr, Verwaltungsgebäude, mit dem Thema befassen.

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