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Eltern wollen für Erhalt kämpfen

Privatschule Mittelholstein Eltern wollen für Erhalt kämpfen

„Es lohnt sich, um die Schule und das Schulkonzept zu kämpfen.“ Darin sind sich Eltern der Privatschule Mittelholstein am Standort Gnutz einig. Die private Bildungseinrichtung mit Sitz in Rendsburg hatte am 4. März Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des Insolvenzverwalters gibt es Übernahmeinteressenten.

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Diese Eltern wollen für den Erhalt der Privatschule Mittelholstein zugunsten ihrer Kinder kämpfen. „Das Schulkonzept überzeugt uns“, sind sie sich einig.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Gnutz. Anika von Hoff aus Schülp/Nortorf, deren Kinder Viktoria (11) und Christian (7) die Schule in Gnutz besuchen, gibt ein Stimmungsbild unter den Eltern und den Lehrern wieder. „Ich habe eine Mail verschickt und nach dem Interesse an der Schule gefragt. Alle wollen diese Schule mit ihrem besonderen Konzept.“

 Birthe Andresen aus Nortorf lässt nicht nur Sohn Iven (7) in Gnutz unterrichten. „Ich werde auch meine fünfjährige Tochter Mariel dort einschulen“, meint die Mutter. Sie sei begeistert von dem Unterricht mit täglichem Sport und von den kleinen Klassen mit neun bis 22 Schülern. Außerdem gebe es keinen Unterrichtsausfall.

 Iris Steinecke aus Nortorf, dessen Sohn Hannes (8) die Schule besucht, hebt die Zuverlässigkeit der Lehrer und deren hohe Kompetenz hervor. „Den Schülern wird, je nach Stärken und Schwächen, individuell Aufmerksamkeit gewidmet.“ Katja Hoffmann-Carstens aus Dätgen hat die richtige Schulwahl getroffen. „Mein siebenjähriger Sohn Lionel Lennox möchte am liebsten noch die Nachmittagsbetreuung nutzen.“

 Unter den Eltern gibt es aber auch kritische Äußerungen. „Die Nachricht über die Insolvenz hat mich geschockt, das war für mich unfassbar“, sagt Iris Steinecke. Nach Auffassung von Katja Carstens-Hoffmann hätte es die Schulleitung nicht zur Insolvenz kommen lassen dürfen. „Es ist zu wenig Öffentlichkeitsarbeit gemacht worden.“ Birthe Andresen meint: „Vom engagierten Geschäftsführer Michael Claßen ist es richtig gewesen sei, zunächst einmal Urlaub zu nehmen. So können wir unbefangen mit dem Insolvenzverwalter reden.“

 Die Schule hatte sich bei den Schülerzahlen um 25 Köpfe verschätzt und muss laut Angaben von Andreas Jung, Pressesprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Reinhold Schmid-Sperber aus Kiel, 90.000 Euro an das Bildungsministerium zurückzahlen. Ein Minus von 60000 Euro sei durch die zu hohe Mitarbeiterzahl entstanden. „Der Betrieb ist bis zum Ende dieses Schuljahres gesichert“, betonte Jung. Abmeldungen habe es bisher nicht gegeben. Es gebe Übernahmeinteressenten. Jung: „Die Leibniz-Privatschule in Elmshorn und Bad Bramstedt gehört auch dazu.“

 Die Privatschule Mittelholstein lädt für Sonnabend, 19. März, 10-12 Uhr, zum Tag der offenen Tür in die Gebäude in der Schleswiger Chaussee 91 in Rendsburg ein.

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Wolfgang Mahnkopf

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