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Eltern sollen mehr für Betreuung zahlen

Quarnbek Eltern sollen mehr für Betreuung zahlen

„Wir streiken!“ Tote Hose im Strohbrücker Kindergarten. Seit Freitag haben die Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt, um für eine aus ihrer Sicht angemessenere Bezahlung zu kämpfen. Der Quarnbeker Sozialausschuss streikte am Montagabend nicht. Einstimmig empfahl er wegen gestiegener Kosten die Erhöhung der Kindergartengebühren zum August um etwa sechs Prozent.

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Während die Mitarbeiter der Kindertagesstätte in Strohbrück streiken, beschloss der Sozialausschuss die Anhebung der Kitagebühren.

Quelle: TM

Quarnbek. Den Eltern schmeckt das überhaupt nicht. Das hatten Ausschussvorsitzender Carsten Bock (Grüne) und Birgit Rathje (WIR) als Mitglieder des Kindergartenbeirates in dessen jüngster Sitzung zu spüren bekommen. Für das Vorhaben gab es in dem sechsköpfigen Gremium keine Mehrheit ab. Statt mehr zahlen zu müssen, boten die Eltern der Gemeinde an, durch Eigeninitiativen Kosten zu ersparen.

 Nach Angaben der Amtsverwaltung ergaben sich im vergangenen Jahr Kostensteigerungen sowohl bei der Unterhaltung als auch bei den Bewirtschaftung des Kindergartens. Bei den Personalkosten wurde bereits eine Tariferhöhung ab diesem März berücksichtigt. Aus Sicht des Amtes ist eine Gebührenerhöhung „unumgänglich“. Deshalb sollen die Eltern künftig pro Stunde für die Betreuung der über Dreijährigen 29 Euro und für die Krippenkinder 46 Euro bezahlen. 460 Euro kostet dann die Betreuung eines U3-Kindes von 7 bis 17 Uhr.

 „Das ist schon ein großer Schluck aus der Pulle“, räumte der Vorsitzende ein. Gunda Niemann (WIR) machte jedoch deutlich, dass nach der neuesten Kalkulation der Elternanteil mit 28,16 Prozent deutlich unter dem vom Land angestrebten Höchstsatz von 33 Prozent liegt. Von dem jährlichen Gesamtaufwand für den Kindergarten in Höhe von gut 700000 Euro trägt die Gemeinde nach Angaben von Birgit Rathje 53,43 Prozent. Land und Kreis schießen nur 18,42 Prozent zu.

 Eine Entscheidung über die mögliche Entfristung von Erzieherinnenstellen vertagte der Ausschuss bis zum Herbst. Die Gemeinde verspricht sich davon eine Attraktivitätssteigerung. „Es ist schwierig, gute Mitarbeiter aufs Land zu bekommen. Wir müssen ihnen Sicherheit bieten“, sagte Bürgermeister Klaus Langer (Grüne). Im Notfall wie jetzt kann die Gemeinde allerdings auf die Eltern zählen. Eine Mutter betreut in der Streikzeit Kinder im Gemeindehaus.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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