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Starke Motoren und Schwergewichte

20. Trecker Treck Starke Motoren und Schwergewichte

Dichter schwarzer Qualm waberte über der Koppel und der Klang von dröhnenden Motoren schallte weit über das Veranstaltungsgelände hinaus: PS-starke Maschinen zogen am Ostersonnabend zum 20. Trecker Treck des Vereins Dieselpower Lütten Vollstedt Gewichte um die Wette.

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Eine Trecker-Kolonne beim 20. Trecker Treck in Emkendorf.

Quelle: Veronika Sawicki

Emkendorf. Das alljährliche Event im Emkendorfer Ortsteil Kleinvollstedt, bei dem sich alles um die exotische Sportart Tractor Pulling dreht, ging erfolgreich in die 20. Runde: „Wir werden von Jahr zu Jahr größer. Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagte Organisator Klaus Kühl. Er tippt in diesem Jahr auf rund 1500 Besucher. Kleine Extras zum Jubiläum wie ein Rasenmäherrennen oder eine LKW-Show rundeten das Programm ab.

Das Tractor Pulling ist ein Motorsport, bei dem ein Trecker einen mit Gewichten beladenen Bremswagen möglichst weit schleppen muss. Die Teilnehmer treten je nach Maschine und Gewicht in 29 verschiedenen Klassen gegeneinander an. „Anfangs geht es leicht los. Zum Ende läuft das Gewicht nach vorn und es wird entsprechend schwerer“, beschrieb Teilnehmer Jörg Zeranski aus Delingsdorf bei Ahrensburg die Herausforderung während des Trecks. Die richtige Technik des Fahrers entscheidet über das Ergebnis.

Trecker aus der Kriegszeit

Der 42-Jährige ist vom Fach, denn er ist amtierender Deutscher Meister in der Sportklasse bis 4,5 Tonnen. Mit seinem Red Baron war er ein Hingucker, denn der Trecker sieht aus, als stamme er noch aus der Kriegszeit. „Das ist eine spezielle Lackierung von einem Airbrusher. Die ganzen Rostflecken – das ist nur gemalt“, erläuterte Zeranski. Sein Prachtstück ist von 1979, aufgemotzt und gut in Schuss.

Nach jedem Treck richteten Bagger und Walze die Strecke wieder ordentlich her, damit alle Teilnehmer ihren Zug unter den selben Voraussetzungen durchführen können.

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Auch Vito Gollnow aus Seeth-Ekholt bei Pinneberg ließ sich das Spektakel in Emkendorf nicht entgehen. Für den Auszubildenden zum Landmaschinenmechaniker im ersten Lehrjahr spielt die Begeisterung für Motoren eine große Rolle: „Alles selbst hinschrauben und dann gucken, ob das alles so klappt – das ist schon spannend“, sagte der 17-Jährige. Er selbst ging mit einem IHC 1246 an den Start.

Zahlreiche Besucher bestaunten die verschiedenen Trecker, darunter auch Familie Peters, die die Gelegenheit für einen Familienausflug nutzte: „Wenn man vom Land kommt, sollte man sich das hier nicht entgehen lassen“, war sich die dreiköpfige Familie einig.

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Veronika Sawicki

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