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Von Vergiftungen bis Verletzungen

Tierischer Erste-Hilfe-Kursus Von Vergiftungen bis Verletzungen

Richtiges Reagieren, wenn Beagle, Retriever oder Mops von einem Auto erfasst wurden, dazu Tipps, wie sich Vergiftungen erkennen lassen und wie Knochenbrüche erstversorgt werden gehörten zum umfassenden Erste-Hilfe-für den-Hund-Programm.

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Für den guten Sitz eines Pfotenverbands muss der Klebeverband erst über die Pfote und dann am Bein hochgerollt werden, erklärt Seminarleiterin Alexandra Funk (rechts) Hundebesitzerin Anne Drenckhahn. Labrador-Mix Barny hält still.

Quelle: Beate König

Mielkendorf. Mielkendorf. Richtiges Reagieren, wenn Beagle, Retriever oder Mops von einem Auto erfasst wurden, dazu Tipps, wie sich Vergiftungen erkennen lassen und wie Knochenbrüche erstversorgt werden, gehörten zum umfassenden Erste-Hilfe-für den-Hund-Programm. Tierheilkundlerin Alexandra Funk informierte auf dem Hundetrainingsplatz von Marc Lindhorst vier Stunden über Hunderettung.

 Ziel der Fachfrau beim Kursus mit Übungen am eigenen Hund: „Für den Notfall gewappnet sein. Es bringt nichts, die Nerven zu verlieren.“

 Das ABC der rettenden Erstmaßnahmen klingt wie für Menschen gemacht: Atmung prüfen, Beatmen, Herzspitzenmassage für die Circulation, die Reanimation. Zentraler Unterschied bei der ersten Kontaktaufnahme per Zuruf, sagt Funk: „Fassen Sie das Tier am Körper an, nicht am Kopf. Der Hund kann reflexartig beißen. Auch Sie.“

 Die 24 eng beschriebenen Flipchart-Seiten mit Diagnose- und Behandlungstipps für Unglücksfälle vom Kopf bis zu den Krallen haben es in sich. „Legen Sie einen Erste-Hilfe-Kasten für den Hund an,“ empfiehlt Alexandra Funk und übt mit Mullbinden, Watte und Klebeverband das Verbinden einer verletzten Pfote.

 Eine Checkliste mit den Puls- und Körpertemperaturwerten des gesunden Hundes hilft, Fieber oder Schockzustände leichter zu erkennen, heißt Tipp zwei. An Adern an der Innenseite der Hinterläufe kann der Puls gemessen werden.

 Tipp drei: Gegen Insektenstiche homöopathische Apis-Tropfen parat haben. Tipp vier: Sauerkraut hilft, um verschluckte Fremdkörper aus dem Magen zu befördern: „Erst wässern, dann füttern, vielleicht braten oder mit Salami den Geschmack verbessern.“ Das Kraut wickelt sich wie ein Mantel um den Fremdkörper und schützt so beim Erbrechen die Schleimhäute vor Verletzungen.

 Tipp fünf: Lahmt der Hund, Zehen, Ballen, jeden Muskel in den Beinen abtasten. Rücksprache mit dem Tierarzt ist in den meisten Fällen das Mittel der Wahl. Auf alle Unglücksfälle vorbereitet sind Hundebesitzer mit einer Adressfinder-App für Tierärzte. „Kann man kostenlos aufs Smartphone laden.“

 Anne Drenckhahn, Besitzerin von Labrador-Mix Barny, ist nach vier Stunden Info-Input müde, aber zufrieden. „Auf Spaziergängen oder beim Toben kann immer etwas passieren. Jetzt bin ich für den Fall der Fälle gewappnet.“ Claudia Reimers fühlt sich sicherer im Umgang mit ihrem englischem Cocker Hummel. „Ich kann Situationen besser einschätzen.“

 Die nächsten Erste-Hilfe-Kurse beim Dogs Team, Zentrum für Menschen mit Hund in Mielkendorf, Steinfurter Weg, Tel: 0800/1001274 starten am 22. August und 12. September jeweils 14 bis 18 Uhr, 10. Oktober 11-15 Uhr.

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