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Das Orga-Team macht alles möglich

Europäische Jugendspiele Das Orga-Team macht alles möglich

Relativ ruhig und entspannt geht es am Sonnabend im Organisationsbüro für die Europäischen Jugendspiele in Rendsburg zu. Nur kleine Hilferufe ereilen die Helfer. Die Jugendlichen aus unterschiedlichen Nationen genießen die Herausforderungen und den Kontakt zu anderen Gleichaltrigen.

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Vinicius (ganz vorne) studiert mit 52 Tänzern aus fünf Nationen das Tanztheaterstück „Menschliche Evolution“ ein.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. „Wir haben alles bestens vorbereitet und alles im Griff“, sind sich Bettina John vom Organisationsteam und Carsten Brinckmann, Leiter der Rendsburger Delegation, einig.

 Im Organisationsbüro im Forum der Schule Altstadt im Stadtzentrum laufen die Fäden zusammen. „In den Jahren zuvor klingelten die Telefone viel häufiger. Wir profitieren mehr und mehr von unseren Erfahrungen“, meint die städtische Mitarbeiterin Bettina John, die seit 1993 die Spiele organisiert. Zum neunten Mal seit 1975 ist die Stadt Gastgeberin.

 Dennoch bleiben kleine Hilferufe nicht aus. „Uns fehlen T-Shirts für fünf Helfer“, ertönt es von den Leichtathleten auf dem Sportplatz Nobiskrug. Von dort kommt während der kräftigen Regengüsse am Sonnabendvormittag ein außergewöhnlicher Wunsch. „Wir brauchen Sonnenschirme.“ Das Orga-Team will es möglich machen. „Ich rufe jetzt die Hausmeister in den Schulen an“, sagt Bettina John.

 Carsten Brinckman begibt sich auf den Weg in die Herderschule. „Die Basketballer haben ihre Medaillen vergessen.“ Für den Delegationsleiter seit 2003 und Betreuer der Ruderer seit 1990 ist nach diesen Jugendspielen Schluss. „Ich möchte in meinem Urlaub auch mal selbst Urlaub machen können.“

 Gänzlich gegensätzliche Lautstärke herrscht in der Sporthalle neben dem Forum. Dort peitschen unter der Leitung von Martina Bauer 65 Jugendliche aus fünf Nationen Federbälle über die Netze. Spektakuläre Ballwechsel werden mit frenetischem Beifall belohnt. Wer nicht auf dem Feld steht, der vertreibt sich auf dicken Matten die Zeit mit Musik, Lesen, Selfies und Naschis. Fehlender Schlaf wird nachgeholt.

 Hellwach ist Dennis Koppen aus Almere. Der 16-jährige Niederländer ist nationaler Jugendmeister und wartet auf das nächste Spiel. „Gewinnen ist nicht wichtig, ich möchte Spaß haben. Die Stimmung hier ist grandios.“ Der 16-Jährige möchte Gleichaltrige aus anderen Ländern kennenlernen.

 Musik schallt durch die Sporthalle des Helene-Lange-Gymnasiums. In einem Workshop übt der Choreograf Vinicius, gebürtig aus Rio de Janiero in Brasilien, dessen Engagement für die Jugendspiele durch die Rendsburgerin Hella Mahrt zustande kam, mit 52 Tänzern aus fünf Nationen für das Tanztheater „Menschliche Evolution“ auf der Abschlussveranstaltung am heutigen Montag um 18 Uhr in der Nordmarkhalle. Zu den elf Jazz-Tänzern aus Raciborz in Polen im Alter zwischen 14 bis 25 Jahren gehört auch Aleksandra Kempe. „Unsere Stadt hat uns für die Jugendspiele ausgewählt. Darauf sind wir stolz“, sagt die 21-Jährige. „Wir wollen unser Können zeigen und von den anderen Nationen etwas Neues lernen.“ Auf Rendsburg haben sich die Polen intensiv vorbereitet: zwei Wochen lang mit dreistündigem Training täglich.

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