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Ohne Gebühren bleibt die Kasse leer

Friedhof Aukrug Ohne Gebühren bleibt die Kasse leer

Die evangelische Kirchengemeinde Nortorf übernimmt die Trägerschaft des Friedhofs in Aukrug. Weil der Trend zur kostengünstigen Urnenbestattung geht, fallen in Aukrug weniger Pachtgebühren an. Längerfristig wären die Finanzen in die roten Zahlen gerutscht. Nachbar Nortorf springt ein und kann diese Aufgabe leisten.

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Nortorfs Friedhofsverwalter Heinz-Jürgen Schafranski (links) erläutert auf dem Friedhof in Aukrug den Mitgliedern des Nortorfer und Aukruger Kirchengemeinderates die Pläne für die Trägerschaft des Friedhofs durch die Nortorfer Kirchengemeinde.

Quelle: Karsten Leng

Aukrug. Die Nortorfer Kirchengemeinde St. Martin hat zum Jahresbeginn die Trägerschaft für den Aukruger Friedhof übernommen. Am bisherigen Service in der Beratung und Pflege wird sich nichts ändern.

 Der Trend geht immer mehr zu kostengünstigen Urnenbestattungen. Das bekommen Kirchengemeinden, die Träger eines Friedhofs sind, schmerzhaft zu spüren. So auch die Kirchengemeinde Aukrug. „Durch diesen Trend werden im Wesentlichen nur noch kleine Grabflächen gepachtet, für die natürlich geringere Pachtgebühren als bei traditionellen Vier- oder Zweipersonen-Gräbern fällig werden“, erläutert Aukrugs Pastorin Christina Leykom. Auf Dauer wäre damit die finanzielle Kalkulation des Friedhofsbetriebs in die roten Zahlen gerutscht. Die Nortorfer Kirchengemeinde St. Martin hat sich nun aus nachbarschaftlicher Hilfe dazu entschieden, die gesamte Trägerschaft für den Aukruger Friedhof zu übernehmen.

 „Wir haben geprüft, ob wir mit unserem bisherigen Personalbestand der Nortorfer Friedhöfe und den vorhandenen Maschinen ohne zusätzliche Investitionen diese Aufgabe leisten können“, berichtet Nortorfs Pastorin Anna Trede. Die Prüfung habe ergeben, dass dies machbar sei. Bereits vor drei Jahren hat Nortorfs Kirchengemeinde die Verwaltungs- und Pflegearbeit für die Aukruger Liegenschaft in einem Probeverfahren übernommen. Jetzt läuft auch die gesamte finanzielle Abwicklung über die dortigen Schreibtische. „Wir sind dabei, das bisherige Kartensystem der Grabflächen zu digitalisieren. Es werden außerdem Überplanungen mit sogenannten Themenfeldern für Urnengräber folgen“, kündigt Friedhofschef Heinz-Jürgen Schafranski an.

 Ob das ausreicht, den Friedhof ausschließlich durch die anfallenden Gebühren zu finanzieren, sei allerdings fraglich, glaubt Pastorin Anna Trede. Aufgrund der Kirchenverfassung ist es nicht erlaubt, ein eventuelles Minus aus Gemeindemitteln auszugleichen. „Wir werden in Kürze mit der Kommune Aukrug Gespräche führen mit dem Ziel, ein auflaufendes Minus in der Friedhofskasse durch die Gemeinde auszugleichen“, erläutert Trede. Ein derartiger Vertrag wurde bereits vor Jahren ebenfalls mit der Stadt Nortorf geschlossen.

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