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Polizei geht von Brandstiftung aus

Explosion Langwedel Polizei geht von Brandstiftung aus

Knapp sieben Wochen nach dem Großbrand in einer Autowerkstatt in Langwedel, bei dem ein Flüssiggastank explodiert ist, geht die Kriminalpolizei Rendsburg von Brandstiftung aus. Währenddessen hat der Bundesverband für Gasanlagentechnik Strafanzeige wegen Herbeiführung einer Gastankexplosion gestellt.

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Der Brand in der Autowerkstatt in Langwedel war vermutlich Brandstiftung.

Quelle: Gunda Meyer

Langwedel. „Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet“, erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel auf Nachfrage. Die Polizei gehe von Brandstiftung aus. Bei der Oberstaatsanwaltschaft Kiel liegen aber nicht nur die Ermittlungsergebnisse vor, sondern auch eine Strafanzeige gegen Unbekannt, bestätigte Oberstaatsanwalt Axel Bieler.

Bundesverband für Gasanlagentechnik hat Strafanzeige gestellt

Diese Anzeige hat Peter Ziegler gestellt. Er ist der Vorsitzende des Bundesverbands für Gasanlagentechnik (BFG). Dieser Verein mit Sitz in Hessen setzt sich für den Verbraucherschutz für alternative Kraftstoffe und Antriebe ein und überprüft die Einhaltung des Sicherheitsstandards im Umgang mit diesen Kraftstoffen.

„Ich habe Anzeige gestellt, damit die Staatsanwaltschaft gezwungen ist, zu ermitteln“, begründet Ziegler seinen Schritt. Die Explosion des 300-Liter-Flüssiggastanks hätte Menschenleben kosten können, allen voran das der Feuerwehreinsatzkräfte.

BFG fordert Gesetzesänderung

Ziegler sieht eine Lücke in der Gesetzgebung. „Langwedel ist kein Einzelfall. Immer wieder explodieren im ganzen Bundesgebiet Gastanks, von deren Existenz kein Außenstehender wusste, und die nicht vorschriftsmäßig aufgestellt wurden.“ Der BFG fordert eine Gesetzesänderung: Es solle Pflicht werden, dass jeder, der einen Gastank aufstellen will, diesen melden muss. Auch die Menge und Lagerung der Gefahrenstoffe soll nach Willen der BFG den örtlichen Behörden, der Versicherung und der Feuerwehr mitgeteilt werden müssen.

Online-Melderegister für Explosionen

Weil seit Jahren nichts passiere, plant der BFG nun, ein Online-Melderegister einzuführen. „Auf unserer Homepage könnten uns dann Bürger aus dem ganzen Bundesgebiet mitteilen, wo es in ihrer Umgebung Explosionen mit Gastanks oder -flaschen gegeben hat. Die Meldungen sammeln wir und geben sie gebündelt an den Gesetzgeber weiter“, sagt Ziegler. Konkret werden soll das Register erst nach der Sommerpause Mitte September.

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