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Neue Anlaufstelle für Radfahrer?

Fahrradstellplätze in Rendsburg Neue Anlaufstelle für Radfahrer?

Die Stadt Rendsburg plant einen Neubau mit 100 überdachten und bewachten Stellplätzen für Fahrräder. Eine sichere Abstellmöglichkeit gibt es bisher nur zeitlich eingeschränkt am Bahnhof. Außerdem soll es Aufladestationen für E-Bikes geben. Die Finanzierungsanträge laufen bereits.

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Susanne Mau vom Tourismus- und Stadtmarketing hat große Pläne für die neue Fahrradstation am Bahnhof.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Das Fahrrad sicher verstauen und ab in den Zug: Das geht am Bahnhof in Rendsburg – aber nur zu begrenzten Zeiten. Die Stadt plant nun eine neue Fahrradstation mit Boxen zum Selbstbedienen und Steckdosen für E-Bikes. Rund 685000 Euro soll der Neubau nach ersten Plänen kosten, 75 Prozent davon sollen durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gedeckt werden. Seit Januar 2015 hält die Brücke Rendsburg in der bestehenden Fahrradstation mit zwei Mitarbeitern den Betrieb aufrecht.

 Sie bewachen und verleihen Räder und erledigen kleine Reparaturen. Aktuell hat die Station mit Pausen zwischen 6 und 18 Uhr geöffnet. Vielen Pendlern reicht das nicht, denn der vorherige Betreiber, die Rabs (Gesellschaft für regionale Arbeits-, Beschäftigungs- und Serviceangebote), bot längere Öffnungszeiten, bevor die Finanzierung auslief. „30 bis 35 Stammkunden stellen hier jeden Tag ihr Rad ab“, sagt Nils Rösener, der dort arbeitet. „Im Vergleich zur Rabs ist das etwa die Hälfte.“ Stattdessen stehen zahlreiche Räder vor der Station unbewacht im Regen.

 Mit einem Neubau, der Platz für 76 bewachte und eingezäunte Stellplätze sowie für 24 rund um die Uhr verfügbare Fahrradboxen und Schließfächer bieten soll, will die Stadt den Standort für Radfahrer attraktiver machen.

 „Wir werben mit Radfahren an der NOK-Route“, sagt Projektleiterin Susanne Mau. „Und immer mehr Menschen steigen auf die Bahn um.“ 2015 seien im Schnitt jeden Tag 3251 am Bahnhof ein- und ausgestiegen. „Und die Leute geben immer mehr Geld für Fahrräder aus, zunehmend auch E-Bikes. Die wollen sie dann auch sicher unterstellen.“

 Neben den bewachten Stellplätzen sollen 58 weitere zur kostenlosen Nutzung um die Station herum angeordnet werden. In den Fahrradboxen soll es zudem Ladestationen für E-Bikes geben. Als Betreiber mit dann vier Arbeitsplätzen ist weiterhin die Brücke im Gespräch. Außerdem soll der Komplex ein barrierefreies WC bekommen. Die Sanitär-Anlagen im Bahnhof sind nicht mehr in Betrieb.

 In den nächsten Wochen wird über drei Förderanträge bei der Entwicklungsagentur, Nah.SH und der lokalen Aktionsgruppe Eider- und Kanalregion entschieden. „Ich bin optimistisch, dass das durchgeht“, sagt Mau. „Wir erhoffen uns einen Ruck für das ganze Areal als Einfall-Tor zur Begrüßung in Rendsburg. Vielleicht ziehen dann auch andere nach“, sagt Mau. Läuft alles nach Plan, könnten schon im Sommer die Bagger rollen. „Unser hehres Ziel ist, im Sommer 2017 den Betrieb aufzunehmen.“

 Der ADFC begrüßt die Pläne. „Vor allem die Einzelboxen. Die gibt es allerdings auch günstiger als in der Architektenplanung“, sagt Sprecher Bodo Schnoor. „Das hier ist schon die Luxuslösung.“

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