15 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Regeln lernen leicht gemacht

Bordesholm Regeln lernen leicht gemacht

Mit Ahmat Shbat als Übersetzer, aber auch mit Händen und Füßen erklärte Fahrlehrer Jörn Heyer im ersten Verkehrserziehungskurs für Flüchtlinge in Bordesholm deutsche Verkehrsregeln. Themen waren die Benutzung von Radwegen, die Vorfahrt und das ständige Beobachten des übrigen Verkehrs: Bei Kreuzungen nicht einfach drauflos fahren!

Voriger Artikel
Partnerverein für Uganda gegründet
Nächster Artikel
Energiespeicher soll Kasse füllen

Der Bordesholmer Fahrlehrer Jörn Heyer (rechts) erklärte den Flüchtlingen auch die Funktionsweise der Bedarfsampel an der Bahnhofstraße.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. „Ihr müsst immer erst anhalten und dann nach rechts und links schauen“, schärfte der Fahrlehrer den Flüchtlingen ein. „Looki, looki“, sagte Heyer dabei. Das brauchte Ahmat Shbat nicht zu übersetzen – die Worte sorgten für ein kollektives Schmunzeln und Nicken bei den Zuhörern.

 Mit Hilfe von Grafiken und Fotos hatte Jörn Heyer zu Beginn im gut halbstündigen Theorie-Teil Verkehrszeichen und Verhaltensregeln vorgestellt und erläutert. Anschließend ging die Gruppe auf Besichtigungstour durch Bordesholm: Auf dem Programm standen die Bedarfsampel in der Bahnhofstraße, die Schutzstreifen für Radfahrer in der Bahnhofstraße und schließlich die Zebrastreifen am Verkehrskreisel. Dass die Radfahrer dort absteigen und schieben müssen, war selbst dem Übersetzer neu. „Ich lebe jetzt ein Jahr hier, aber es gibt immer wieder Neues für mich zu lernen“, erzählte der als Flüchtling anerkannte Ahmat Shbat.

 Mindestens acht Verkehrsschulungen für die auf 292 Menschen angewachsene Flüchtlingsschar bieten Jörn und Petra Heyer an – inklusive Material und komplett kostenlos. „Man darf ja auch mal etwas Gutes tun“, begründete Petra Heyer das Angebot in Zusammenarbeit mit dem Amt Bordesholm. Die Kurse kamen auch auf Initiative von Rita Billker vom Freundeskreis für Asylsuchende zustande. Grund dafür waren unter anderem Hinweise aus der Bevölkerung, berichtete der stellvertretende Leiter des Amtes für Bürgerdienste, Daniel Ladehoff. Danach würden einige Flüchtlinge mit dem Fahrrad abbiegen oder die Straßen queren, ohne zu gucken und die Richtung anzuzeigen. „Einheimische Radler fahren nicht immer besser, aber mit Flüchtlingen sind schon einige Unfälle passiert“, sagte Ladehoff und dankte den Betreibern der Fahrschule Keipke für ihr Engagement: „Das ist eine Super-Aktion.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3