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Jetzt droht ein Eintrag ins Schwarzbuch

Falckenstein in Rendsburg Jetzt droht ein Eintrag ins Schwarzbuch

Der Bund der Steuerzahler übt scharfe Kritik an der kaum genutzten „Falckenstein“ in Rendsburg. Die Sache sei ihm „ein Dorn im Auge“, sagt Geschäftsführer Rainer Kersten. Die Fähre habe eine gute Chance, im Herbst im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes zu landen.

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Seit fast einem Jahr pendelt die "Falckenstein" in Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal. Das Interesse an der Fähre bleibt gering.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die seit einem knappen Jahr als Ersatz für die zerstörte Schwebefähre pendelnde „Falckenstein“ sollte besonders ein Angebot an Osterrönfelder Kinder und Jugendliche sein, damit sie leichter über den Nord-Ostsee-Kanal zu weiterführenden Schulen in Rendsburg kommen. Die Jugendlichen meiden aber die Fähre von Anfang an und fahren lieber durch den Fußgängertunnel. Von dieser Zeitung befragte Schüler erklärten mehrfach, für sie gehe es so schneller und bequemer.

274.000 Euro für die "Falckenstein"

Der Einsatz des Schleppers hat bis zu diesem Freitag nach Berechnungen dieser Zeitung aufgrund von Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) rund 274.000 Euro an Steuergeldern gekostet. Der Bund zahlt, die Passagiere zahlen nichts. Seit Ende ihrer Winterpause fahren durchschnittlich 160 Passagiere mit der „Falckenstein“. Das sei „nach wie vor enttäuschend“ und liege „weit unter den Erwartungen“, findet Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. Mit 400 Fahrgästen hätte er gerechnet. Auch WSA-Sprecher Matthias Visser hält die Passagierzahlen für „nach wie vor gering“. Schärfer wollte er es am Donnerstag nicht formulieren.

"Typischer Fall" für Steuerverschwendung

Die Ersatzfähre sei ein „typischer Fall“ für Steuerverschwendung, meinte Rainer Kersten, Geschäftsführer beim Bund der Steuerzahler in Schleswig-Holstein, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es ist offensichtlich, dass der Bedarf nicht da ist.“Zunächst sei die Idee, Radfahrern und Fußgängern einen schwimmenden Ersatz für die Anfang vergangenen Jahres bei einer Kollision zerstörten Schwebefähre anzubieten, nachvollziehbar gewesen.

Medienberichte machten Steuerzahlerbund hellhörig

Inzwischen seien aber alle Versuche gescheitert, mehr Menschen an Bord zu bekommen. „So schnell wie möglich“ solle daher jetzt der Ersatzverkehr eingestellt werden, fordert Kersten: „Schluss mit dem Unsinn.“ Hellhörig geworden durch Medienberichte habe der Steuerzahlerbund beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bereits kritisch nachgefragt. Er habe den Eindruck, „dass der Mensch fehlt, der das beendet“.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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