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Die Drohungen haben gewirkt

Falkenhof Brux Die Drohungen haben gewirkt

Nach den massiven Protesten der Flüchtlingsinitiativen in Achterwehr gegen die Verlegung von Flüchtlingen in den Falkenhof Brux rudert das Amt zurück: Jetzt sollen nur noch zwölf statt 31 Menschen dorthin umziehen. Die Unterkunft Sturenberg in Strohbrück bleibt jetzt doch erhalten.

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Rolf-Dieter Carstensen ist Vorsitzender der Flüchtlingskommission des Amtes Achterwehr.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Nach massiven Protesten der Flüchtlingsinitiativen bis hin zur Androhung wegen der geplanten Verlegung von Flüchtlingen in den Falkenhof nach Brux die Arbeit niederzulegen, ist man jetzt im Amt Achterwehr zurückgerudert. Statt ursprünglich 31 Flüchtlinge, sollen jetzt nur noch zwölf nach Brux verlegt werden. Die Unterkunft Sturenberg in Strohbrück, die eigentlich aufgelöst werden sollte, bleibt vorerst erhalten, alle Bewohner dürfen dort bleiben.

 Eine Kommission aus Mitgliedern des Bau- und Finanzausschusses und der Amtsverwaltung hatte sich vergangene Woche mit den möglichen Umsetzungshindernissen beschäftigt, die die Flüchtlingsinitiativen geltend gemacht hatten. „Am Dienstag haben wir die Ergebnisse mit den Initiativen sachlich diskutiert, und es ist ein guter Kompromiss herausgekommen“, sagte der neue Amtsdirektor Joachim Brand. Es sei wichtig, zueinander zu finden, um gute Lösungen zu erreichen. „Ohne Flüchtlingshelfer könnten wir die Segel streichen“, machte der Kommissionsvorsitzende Rolf-Dieter Carstensen deutlich. Man habe sich deutlich angenähert.

 Die großen Unterkünfte sollen langsam belegt werden. Der Felder Seegarten, mit insgesamt 30 Plätzen, soll für Familien genutzt werden. Zehn Plätze sollen vorerst frei bleiben. Von den 56 Plätzen in Brux sollen im ersten Schritt ebenfalls nur 20 belegt werden. Neu ankommende Flüchtlinge sollen direkt dort einquartiert werden, ebenso Menschen mit schlechter Bleibeperspektive.

 Um die Mobilität zu erhöhen, schlägt der Ausschuss vor, einen Transporter zu leasen. Flüchtlingsinitiativen hatten angeboten, damit Fahrdienste zu übernehmen. Neben einem Hausmeister für Brux sieht das Konzept auch hauptamtliche soziale Betreuung vor. Für ihre Arbeit sollen Flüchtlingshelfer künftig eine Aufwandsentschädigung erhalten, und auch für einen hauptamtlichen Flüchtlingskoordinator habe man sich entschieden und warte nur auf seine Zusage.

 „Die gefundenen Kompromisse sind ein wichtiger Schritt zum Miteinander“, sagte Hauptamtsleiter Andreas Kock. „Der finanzielle Schaden durch die Anmietung der großen Unterkünfte darf nicht allein Nachteil für die Flüchtlinge sein“, meinte Cartensen. Dennoch müsse man auch die finanzielle Situation des Amtes im Auge haben. Aufgrund des Kompromisses sei es gelungen, einige Mietobjekte zu kündigen und so die Kosten zu senken. Am Dienstag, 19. Juli, muss der Amtsausschuss den Kompromiss noch absegnen. Auch dann könne man die Hände nicht in den Schoß legen, so Carstensen: „Wir sind mir der Arbeit noch nicht fertig.“

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