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Fehlerhafte Schaltung wird teuer

Felde Fehlerhafte Schaltung wird teuer

Mehrere Tausend Euro hat Felde durch einen Schaltfehler im eigenen Blockheizkraftwerk verloren. Statt selbst produzierten Strom für Sporthalle und Schule zu nutzen, wurde Strom für rund 24 Cent pro Kilowattstunde eingekauft und der gesamte eigene Strom für nur 5,41 Cent ins Netz der SH Netz eingespeist.

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Das Blockheizkraftwerk in Felde erzeugt Strom und Wärme für die Schule und die Sporthalle.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Das schon bei der Inbetriebnahme viel gelobte Energiekonzept, das der ehemalige Bürgermeister Bernd-Uwe Kracht erdacht hatte, sollte die Energiekosten nahezu auf Null senken. Das Blockheizkraftwerk erzeugt neben Wärme auch Strom, der sowohl für Schule und Sporthalle, als auch die gemeinsame Wärmepumpe genutzt werden sollte. Der komplette Stromüberschuss, der nicht genutzt werden kann, wird ins Netz der SH Netz eingespeist und vergütet. Nur in Ausnahmefällen, wenn das BHKW einmal nicht läuft, bezieht die Gemeinde Strom über einen Fremdanbieter.

 Seit Juli 2015 ist diese Ausnahme allerdings die Regel. In jenem Monat wurden, nach Auskunft der SH Netz, bei einem Zählerwechsel Anlage und Zähler von einem durch die Gemeinde beauftragten Elektriker falsch an das Netz angeschlossen. „Statt der geplanten Überschusseinspeisung hat der Elektriker eine Volleinspeisung geschaltet, also den komplett produzierten Strom direkt in unser Netz eingespeist“, erklärte Unternehmenssprecher Ove Struck von SH Netz. Die Folge sei, dass der eine Zähler ab diesem Zeitpunkt zwar die gesamte produzierte Strommenge gemeldet hat, aber der zweite Zähler, der die eingespeiste Menge gemessen hat, nicht lief. „Für uns stellte es sich deshalb so dar, dass die Gemeinde den kompletten Strom, den sie produziert, auch selbst verbraucht hat“, so Struck. Für die rund 100000 Kilowattstunden in diesem Zeitraum wurden nach dem Kraftwärmekopplungsgesetz also nur 5,41 Cent pro Kilowattstunde für die Produktion der Energie erstattet.

 Bei einer Einspeisung hätte die Gemeinde allerdings zusätzlich Anspruch auf den EEX-Preis (jeweiliger Quartalspreis der Leipziger Strombörse) und das vermiedene Netznutzungsentgelt gehabt, die zusammen weitere rund 5 Cent pro Kilowattstunde ausmachen. Somit fehlen etwa 5000 Euro. Diesen Betrag will die SH Netz nach eigenen Angaben rückwirkend erstatten.

 Da der Strom durch die Fehlschaltung aber nicht zuerst für den Eigenverbrauch zur Verfügung stand, sondern gleich abgeführt wurde, musste die Gemeinde den gesamten Strom für Sporthalle, Schule und Wärmepumpe erheblich teurer zukaufen. Die genauen Mehrkosten dafür sind noch nicht ermittelt, dürften aber bei mehreren Tausend Euro liegen. Diesen Schaden trägt das Unternehmen nicht. „Für den falschen Anschluss ist der beauftragte Elektriker verantwortlich. Wir müssen uns darauf verlassen, dass die Anlage so angeschlossen wurde, wie er es uns gemeldet hat“, so Struck. Nach Angaben der SH Netz ist der Schaltfehler inzwischen behoben, sodass künftig eine ordnungsgemäße Abrechnung möglich sei.

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