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Kultur, wohin das Auge reicht

Feiern in Rendsburg Kultur, wohin das Auge reicht

Die ganze Stadt Rendsburg empfängt am Sonnabend noch bis elf Uhr nachts Besucher im Zentrum. Der Lange Tag der Kultur und 20 Jahre Blaue Linie werden in der Innenstadt gefeiert.

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Die blaue Linie war über Jahre sein Revier: Erwin Schimmer malte ehrenamtlich die Orientierungshilfe für Touristen nach, anfangs saß er auf Knien mit dem Pinsel an der 2,3 Kilometer langen Strecke.

Quelle: Beate König

Rendsburg. Sage und schreibe 51 Porgrammpunkte haben das Kulturnetz Region Rendsburg und Rendsburg Marketing in Zusammenarbeit mit 30 Vereinen, Verbänden und Institutionen auf einen Tag komprimiert, um die Vielfalt des kulturellen Lebens und die Blaue Linie zu feiern. An Straßenecken standen Autoren zum Gespräch parat, in der Sparkasse, vor dem historischen Rathaus, in der Marienkirche, in der Stadtbücherei und im Museum, im Hospiz, im Kino und im Theaterfoyer locken Ausstellungen, Filme, Lesungen, Konzerte und Führungen.

Das sind die Bilder der Feierlichkeiten in der Rendsburger Innenstadt.

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Eins der Zugpferde zum Auftakt mit 200 Gästen auf dem Altstädter Markt war die langjährige NDR-Moderatorin Ines Barber. Die Plattdeutsch schreibende Autorin gab erst einer Stadtführung ganz eigenes Flair, später stellte sie ihr Comedy-Porgramm „Vun Facebook un anner Fisematenten“ im Sparkassen-Foyer vor.

Schimmer machte die Blaue Linie lebendig

Der Rendsburger Erwin Schimmer machte nicht nur in rotem Gehrock und Pumphose als Traditionsfigur Markgraf die Stadtgeschichte lebendig. „Ich habe als erster die Blaue Linie gemalt und dann Jahre lang immer wieder erneuert“, erzählt der 80-Jährige von der Geschichte des blauen Farbbands, das besodners Touristen als Orieniterungshilfe schätzen. Ehrenamtlich ging er anfangs auf die Knie, um die 3,2 Kilometer lange Line mit Pinsel und Rolle nachzuziehen und an den 30 markanten Punkten in der Stadt eine Ziffer aufzumalen.

„Ich habe in meiner Ausbildung Plakate malen gelernt,“ erzählte der ehemalige Einzelhändler. Gepinselt habe er immer nachts. „Tagsüber liefen Passanten über die frische Farbe und holten sich blaue Schuhsohlen.“ Irgendwann wurde ein Markierungsgerät geliehen, dann gekauft. Das machte die Arbeit leichter. Wer die Linie vor 20 Jahren für das Rendsburger Stadtmarketing erfand, wusste Schimmer genau: Klaus-Peter Flegel, heute noch als Stadtführer aktiv, machte sich für das blaue Farbband auf dem Stadtpflaster stark.

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