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Felde braucht Entwicklungskonzept

Zukunftsplanung Felde braucht Entwicklungskonzept

Wie soll Felde in Zukunft aussehen? Was fehlt? Wo schlummern Potenziale? Antworten darauf will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Bürgern finden. Der Planungsausschuss sprach sich am Donnerstagabend in einem Grundsatzbeschluss einstimmig dafür aus, ein Ortsentwicklungskonzept in Auftrag zu geben.

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Am Dorfkern in Felde schlummern noch Potenziale: Um eine Bebauung der Koppeln hinter dem Edeka-Markt wird seit vielen Jahren gerungen.

Quelle: Torsten Mülller

Felde. Die Gemeinde muss sich ohnehin mit dem Thema Entwicklung beschäftigen. Christian Jöhnk, Bauamtsleiter im Amt Achterwehr, machte in der Sitzung auf vor drei Jahren eingetretene Veränderungen im Baugesetz aufmerksam. Solle in Felde künftig ein neues Baugebiet ausgewiesen werden, müsse die Gemeinde im Interesse eines schonenden Flächenverbrauchs zunächst darlegen, dass sie alle Möglichkeiten im dörflichen Bereich ausgeschöpft habe, bevor Äcker und Wiesen im Außenbereich in Anspruch genommen werden könnten. Gleichzeitig hob Jöhnk hervor, dass Felde als Ländlicher Zentralort geradezu einen Entwicklungsauftrag habe. Er sei deshalb wichtig für den Wohnungsbau und bei der Grundversorgung für den Nahbereich von Achterwehr und Westensee bis zu Bredenbek und Krummwisch .

 Nach dem Baugesetzbuch muss die Gemeinde mindestens eine Innenentwicklungspotenzialanalyse in Auftrag geben. Jöhnk wies aber auf eine Alternative hin: gemeinsam mit dem Bürgern ein Ortsentwicklungskonzept zu erarbeiten, das verschiedene Bereiche gesellschaftlichen Lebens und des demografischen Wandels abdecke: Wirtschaft, Sport, Senioren, Naherholung. Bürger, so der Amtsleiter, würden dabei in Form von Werkstattgesprächen intensiv mitarbeiten. Das Ergebnis sei ein Konzept, das als Richtschnur für viele Jahre gelten könne.

 Bei der Erarbeitung kann – anders als bei einer reinen Potenzialanalyse durch ein Planungsbüro – gestritten und gerungen werden. Da ein solches umfassendes Konzept, das etwa 15000 Euro kostet, mit 65 bis 75 Prozent gefördert werde, sei es zum Preis einer Potenzialanalyse zu haben. Zudem stelle es eine wichtige Argumentationshilfe gegenüber Kreis und Land dar. Von einem solchen Konzept hat die Amtsverwaltung bereits die Gemeinden Bredenbek und Melsdorf überzeugt.

 Der Ausschuss nahm das Angebot positiv auf. „Wir stoßen einen Prozess an. Das tut unserem Ort gut“, sagte Andreas Kreft (SPD). „Felde muss sich weiter entwickeln“, war Bernd-Uwe Kracht (WF) überzeugt. Petra Greve (Grüne) fragte allerdings auch: „Was steckt da für Arbeit drin? Wie lange dauert das?“ Jöhnk: „Man muss viel miteinander reden – etwa zwölf bis 24 Monate lang.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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