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„Nein“ zur Komplettsanierung

Felde versagt Zustimmung „Nein“ zur Komplettsanierung

Die Gemeindevertretung Felde hat die nachträgliche Genehmigung eines Auftrages über 42206,56 Euro, den die ehemalige Bürgermeisterin Bianca Dommes (Freie) 2014 zur Sanierung von Garagendächern erteilt hatte, abgelehnt. Jetzt drohen Schadensersatzforderungen.

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Damit der Schulbus trocken stehen kann, soll die undichte Garage repariert werden. Einer nachträglichen Genehmigung zu der von der ehemaligen Bürgermeisterin in Auftrag gegebenen kompletten Sanierung verweigerte die Vertretung ihre Zustimmung.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Um mit dem Thema abzuschließen, stand die Genehmigung des Auftrages am Donnerstag auf der Tagesordnung. „Die Bürgermeisterin hat den Auftrag an der Gemeindevertretung vorbei erteilt und bis heute wurden die offenen Fragen dazu nicht beantwortet“, sagte Bernd-Uwe Kracht (WF) und kündigte an, gegen die Genehmigung zu stimmen. Lediglich die Fraktion der Freien, der auch die ehemalige Bürgermeisterin angehört, die im Juni zurückgetreten war, votierte für die Genehmigung. Die übrigen Fraktionen stimmten geschlossen dagegen. Der amtierende Bürgermeister Ulrich Hauschildt (BFF) hat daraufhin den Auftrag gekündigt.

 Enttäuscht zeigte sich der damals beauftragte Dachdeckermeister Sven Möller. Noch kurz vor ihrem Rücktritt im Juni hätte die Bürgermeisterin ihm versichert, es werde alles in Ordnung kommen, er solle sich keine Sorgen machen. Am Montag hatte er die Kündigung der Gemeinde noch nicht erhalten. „Sobald ich sie habe, werde ich mit der Innung beraten, wie ich weiter vorgehe“, sagte er auf Nachfrage dieser Zeitung. Schadensersatzforderungen wegen des entgangenen Gewinns seien gegen die Gemeinde nicht auszuschließen. Die ehemalige Bürgermeisterin war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

 Repariert werden soll trotzdem, zumindest der Teil der Garagen, der für die Schulbusse genutzt wird. Rund 4400 Euro, also gut ein Zehntel des ursprünglichen Betrages, sollen die neue Dachabdichtung und der Austausch der maroden Teile der Holzkonstruktion kosten. Kritik kam allein von den Freien. Eine solche Reparatur sei rausgeschmissenes Geld, zwei Sonderfachleute hätten bestätigt, dass alle Garagen in einem saniert werden müssten. Zudem habe die beauftragte Architektin Marita Mansfeld die Statik der Gesamtkonstruktion damals als gefährlich eingeschätzt, sagte Dieter Mühlhoff (Freie). „Ich warne vor nicht fachgerechten Arbeiten, die Kinder gefährden, dafür möchte ich nicht verantwortlich gemacht werden.“

 Auf die Frage von Bianca Dommes, wer die Gemeinde dieses Mal beraten habe, teilte Hauschildt mit, dass der Architekt Hauke Mengel das Angebot einer Rendsburger Dachdeckerfirma geprüft habe. Gegen die Stimmen der Freien beschloss die Gemeindevertretung, die Reparatur ausführen zu lassen.

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