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Geld reicht nur für Flickwerk

Felde Geld reicht nur für Flickwerk

„Fast alle Straßen in Felde sind in einem katastrophalen Zustand“, zog Hans-Heinrich Brockmann (BFF/CDU), Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses, am Donnerstag Bilanz. Die Gemeindekasse lässt allerdings nur Flickarbeiten zu.

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Der Wiesenweg ist idyllisch, aber marode Die Felder Gemeindevertretung lässt prüfen, ob die Anlieger eine Grundsanierung größtenteils selber zahlen müssten.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Viele Schäden seien in der Vergangenheit nur zugeschmiert worden. „Es ist aber Utopie zu glauben, wir könnten einen Vollausbau machen, dafür haben wir kein Geld“, ergänzte Brockmann. Nicht einmal für Deckenerneuerungen sei genügend in der Kasse.

 2017 soll also wieder nur geflickt werden. 30000 Euro würde der Ausschuss dafür gerne zur Verfügung stellen und schiebt die Verantwortung auf den Finanzausschuss ab. „Der Finanzausschuss wird sagen, ob wir das Geld bekommen“, so Brockmann. Sein Ziel sei es, 2017 rechtzeitig zu beginnen. „Ich will vermeiden, dass wie in diesem Jahr alles mit der heißen Nadel gestrickt wird.“

 Die Schwierigkeit der Gemeinde ist, dass es keine Straßenausbaubeitragssatzung gibt. Bei einem Vollausbau müsste die Gemeinde die Kosten alleine tragen. Erst mit Satzung könnten diese auf die Anlieger umgelegt werden. „Am 24. November werden wir uns über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten informieren und anschließend eine Satzung auf den Weg bringen“, sagte Bürgermeisterin Petra Paulsen (SPD). So eine Satzung sei für Gemeinden zwingend vorgeschrieben, sodass man nicht darauf verzichten könne.

 Derzeit stehen die Dorfstraße am Bahnhof, Langloher Weg, Mühlenkamp, Quietschenredder, Raiffeisenstraße, Resenis, Seekatenweg und Wiesenweg auf der Liste für einen Vollausbau. „Beim Wiesenweg könnten die Anwohner zu 90 Prozent beteiligt werden, weil diese nie Erschließungsgebühren gezahlt haben“, sagte Bernd-Uwe Kracht (WF). Ob diese Annahme richtig ist, soll jetzt auf Beschluss des Ausschusses geprüft werden. Peter Dzierzon (Grüne) stimmte als Einziger dagegen, weil der Sachverhalt auf fast alle Straßen zuträfe und er den Wiesenweg für willkürlich herausgegriffen halte. „Wenn wir mit dem Wiesenweg starten, heißt dass ja nicht, dass wir alle anderen Straßen außen vor lassen“, sagte Michael Bindernagel (BFF/CDU). Dzierzon verwies darauf, dass ein Vollausbau erst dann sinnvoll sei, wenn man wisse, wie es unter den Straßen aussehe und was an den Leitungssystemen gemacht werden müsse.

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