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Vier Klassenzimmer müssen akustisch gedämmt werden

Felde Vier Klassenzimmer müssen akustisch gedämmt werden

Hörprobleme sind nicht nur eine Last des Alters – auch Kinder können schon darunter leiden. Weil ein Mädchen mit Gehörbehinderung nach den Ferien vom Kindergarten in die Grundschule wechselt, wird Felde jetzt aktiv.

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Für ein hörbehindertes Kind muss dieser Klassenraum in der Grundschule Felde gedämmt werden. Bürgermeister Ulrich Hauschildt zeigt auf die hochgezogenen Fenster, durch die die Ausführung teurer wird.

Quelle: Torsten Müller

Felde. Die Gemeindevertretung beschloss am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit, in diesen Ferien ein Klassenzimmer akustisch dämmen zu lassen. In den Herbstferien sind drei weitere Räume dran. Die Akustiksanierung kostet insgesamt etwa 80000 Euro.

 „Durch die Inklusion sind wir wegen des jetzigen Nachhalls zum Umbau verpflichtet“, sagt Ulrich Hauschildt (BFF), amtierender Bürgermeister, und weist darauf hin, dass nach den neuesten DIN-Vorschriften ab 2018 bei allen Schulneubauten die Klassenzimmer entsprechend gedämmt werden müssen. Das, was Felde jetzt machen müsse, sei kein Einzelfall im Lande. Dennoch ist diese Grundschule ein Sonderfall, da die Fenster bis an die Decke reichen.

 Dadurch lässt sich laut Gutachten nur ein bestimmtes Fabrikat für die Akustikdecke verwenden. Es ist teurer, bietet aber nach dem Einbau noch die Gewähr, dass sich die Fenster weiterhin öffnen lassen. Neben der Decke sollen auch die Rückwand durch das Anbringen von Wandpaneelen und Hartfaserplatten gedämmt werden. Darüber hinaus wird beim Umbau die Beleuchtung durch LED-Lampen ersetzt. Die Gemeinde verzichtet aber auf das Verlegen von Nadelflies auf dem Fußboden. „Es gibt schließlich auch Allergiker“, sagt Hauschildt.

 Mitte Juli hatte sich der Bauausschuss einstimmig bei einer Enthaltung für die Akustiksanierung aller Klassenzimmer ausgesprochen. In der jetzigen Sitzung zielte die Fraktion der Freien auf Einsparungen. Es solle geprüft werden, ob das teurere dünne Material nur im Fensterbereich verarbeitet werden könne und das dickere auf dem Rest der Decke. „Wenn der Fachmann sagt, das geht nicht, dann ist das okay. Aber vielleicht könnten wir einige tausend Euro sparen“, sagte Bianca Dommes.

 Bernd-Uwe Kracht (WF) bezweifelt das und sträubte sich gegen eine Decke mit unterschiedlichen Profilen. Sein Antrag, nach der Empfehlung des Fachausschusses zu beschließen, wurde mehrheitlich angenommen. Eine günstigere Alternative ohne Qualitätsverschlechterung soll aber geprüft werden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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