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Betreuung der Kinder wird teurer

Felde Betreuung der Kinder wird teurer

Eltern, die ihren Nachwuchs in der Kindertagesstätte in Felde betreuen lassen, müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gemeinde will die seit fünf Jahren konstanten Gebühren zum August anheben. Eine Entscheidung über die Höhe fiel am Donnerstagabend in gemeinsamer Sitzung des Sozial- und Finanzausschusses aber noch nicht.

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Die Kinder der Gänseblümchen-Gruppe in der Kita Felde freuen sich über die neue Sitzgarnitur. Sie nutzen den Ort für Rollenspiele und zum Entspannen.

Quelle: TM

Felde. Doppelausschuss – doppelte Power? Nicht wirklich. „Es ist ein Unding, dass wir nicht alle gleich informiert werden“, monierte Bernd-Uwe Kracht (WF). Betroffen waren vor allem Mitglieder des Finanzausschusses. Vorsitzender Hans-Eberhard Frenzel (Freie) hatte offenbar die Stellvertreter nicht mit Unterlagen versorgt. Michael Bindernagel (CDU) beantragte für den Finanzausschuss erfolgreich die Absetzung des Themas. Für Hauke Peters (SPD) entstand eine „absurde Situation“: Während der Sozialausschuss über eine Gebührenanhebung hätte abstimmen können, war der Finanzausschuss blockiert. Einvernehmlich verständigten sich beide Ausschüsse darauf, nur zu diskutieren, ohne einen Beschluss zu fassen.

 Mit dem Thema will sich die Gemeinde bereits seit mehreren Monaten beschäftigen. Die Behandlung war bisher daran gescheitert, dass die Amtsverwaltung noch keine aktuellen Kalkulationen vorgelegt hatte. Die Kosten für die Betreuung der etwa 100 Kinder sind mit gut 900000 Euro der dickste Brocken im Haushalt. Hartmut Kaack (Freie), stellvertretender Vorsitzender, erläuterte, dass sich die Kostenlast immer mehr in Richtung Gemeinde verschiebe. Sie muss schon 54 Prozent stemmen; ursprünglich war mal ein Drittel vorgesehen. Eltern tragen 29 Prozent bei, das Land schießt nur noch 17 Prozent zu. „Vom Kreis bekommen wir gar kein Geld mehr“, betonte Kaack.

 Nach der jetzigen Kalkulation würden sich die Kita-Gebühren um 6,6 bis 7,5 Prozent erhöhen. Für einen Ganztagsplatz in der Ü3-Gruppe müssten Eltern künftig 243 statt bisher 228 Euro zahlen; der gleiche Krippenplatz würde sich um 25 Euro auf 359 Euro erhöhen. Noch unklar ist, ob der Sonderzuschuss der Gemeinde für die Krippe in Höhe von 7500 Euro weiterhin gezahlt oder stufenweise abgebaut wird. Er stammt aus der Anfangszeit der U3-Gruppen.

 Die Grünen überraschten mit einer Sonderposition. Sie wollen die Kita-Gebühren nicht erhöhen, sondern senken. „Früher waren Mütter zu Hause, heute arbeiten sowohl Väter als auch Mütter und zahlen Steuern. Ihnen wird doppelt in die Tasche gegriffen“, war Silke Dzierzon überzeugt. Andreas Kreft (SPD) sah das anders: „Jeder zahlt Einkommensteuer, auch die, die keine Kinder haben.“ Nach Ansicht von Peter Dzierzon passe die Gebührenerhöhung nicht in eine Zeit, in der die Steuer sprudeln. Michael Dommes (Freie) stellte klar: „Wir haben ein sechsstelliges Defizit im Haushalt und verfügen über weniger Geld, als wir ausgeben müssen.“

 Voraussichtlich im Mai beschäftigt sich der Sozialausschuss erneut mit der Anhebung. Möglicherweise müssen die Gebühren dann wegen der Tarifabschlüsse noch deutlich höher ausfallen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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