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Amt mietet Gaststätten für Flüchtlinge

Achterwehr Amt mietet Gaststätten für Flüchtlinge

Der Felder Seegarten und der abgelegene Falkenhof in Brux werden für vier Jahre als Unterkünfte für Asylbewerber dienen. Die Verträge sind bereits geschlossen. Die Verwaltung hofft, damit für absehbare Zeit eine Lösung gefunden zu haben. Am 11. Februar ist ein Informationsabend für Bürger in Westensee im Bürgerhaus.

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Der Felder Seegarten soll mit bis zu 30 Asylsuchenden belegt werden. Zuvor sind allerdings einige Umbauarbeiten erforderlich

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Die Verträge sind geschlossen. Das Amt Achterwehr hat jetzt zwei gastronomische Betriebe zur Unterbringung von Asylsuchenden angemietet: ab Februar den Falkenhof in Westensee und ab Juni den Felder Seegarten – jeweils für vier Jahre. 2016 sind im Amtsbereich noch 142 Menschen aufzunehmen.

 „Wir hoffen, mit diesen Liegenschaften für absehbare Zeit eine Lösung zu haben“, sagt Amtsvorsteher Detlef Ufert (SPD). Zusammen mit Adolf Dibbern (CDU), stellvertretender Amtsdirektor, und Rolf-Dieter Carstensen (SPD), Vorsitzender des Finanz- und Bauausschusses, war er im Dezember vom Amtsausschuss beauftragt worden, über die jeweilige Anmietung kurzfristig zu entscheiden. Der Vertrag mit dem Falkenhof wurde am Montag, der mit dem Seegarten am vergangenen Donnerstag unterzeichnet. Auf Nachfrage machte das Amt über die Mietkosten keine Angaben.

 Die Zeit drängt; es gibt im Bereich keine freien Plätze mehr. „Zuweisungen können jeden Tag erfolgen“, sagt Dibbern. Bisher sind 152 Menschen über den Amtsbereich verteilt in 15 Unterkünften sowie angemieteten Häusern und Wohnungen untergebracht. Im Falkenhof im Westenseer Ortsteil Brux musste das Amt bereits fünf Flüchtlinge einmieten. Das gelang in dem Pensionsbetrieb kurzfristig, weil die Zimmer bezugsfertig sind. Insgesamt bietet der Falkenhof Platz für 56 Personen. Um gemeinschaftliches Kochen zu ermöglichen, müssen zunächst Kochgelegenheiten errichtet werden.

 Bevor der Seegarten mit bis zu 30 Asylsuchenden belegt werden kann, sind erhebliche Umbauten in Saal, Gaststube und Obergeschoss erforderlich. „Die Kosten trägt der Eigentümer“, betont Dibbern. Die Gemeinde Felde sei informiert. Über den jetzt zu stellenden Bauantrag werde sie formell im Verfahren beteiligt. Anders als der Falkenhof liegt der seit einem Jahr leerstehende Seegarten zentral.

 Die Westenseer lädt das Amt am Donnerstag, 11. Februar, um 19 Uhr ins Bürgerhaus zu einem Informationsabend ein. Dabei soll es auch um die Organisation einer ehrenamtlichen Betreuung und die Übernahme von Patenschaften gehen. Der Freundeskreis Flüchtlingshilfe Jägerslust gilt dabei als Vorbild. Die Unterkunft in Brux liegt weit abgelegen, hat keinen Busanschluss und bietet keine Versorgungsmöglichkeit.

 „Ein Mal am Tag ist jetzt ein Außendienstler des Amtes vor Ort“, sagt Dibbern. Mit zunehmender Belegungszahl müsse aber ein Vor-Ort-Konzept entwickelt werden. Nach Ansicht des Westenseer Bürgermeisters ist die Lösung Brux sinnvoller, als Schulsporthallen, Bürgerhäuser oder Feuerwehrgerätehäuser zu belegen: „Irgendwo müssen wir die Menschen doch unterbringen.“ Dibbern kritisiert aber, dass das finanzielle Risiko auf die kommunale Ebene abgedrückt werde. Mieterstattungen erhält das Amt nur anteilig für belegte Zimmer.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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