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Wer bringt Leben auf den alten Hof?

Felde Wer bringt Leben auf den alten Hof?

„Hier war immer Leben – jetzt sind Ideen gefragt, den Hof wiederzubeleben“, sagt Patricia El Mongi. Sie ist an der alten Schlachterei in der Felder Dorfstraße 110a groß geworden. Doch das 1930 errichtete Gebäude neben der Gaststätte Pavarotti steht seit Jahren ungenutzt da. Die 47-Jährige will es aus dem „Dornröschenschlaf“ erwecken und sucht Leute, die Lust haben, beim Hofprojekt mitzumachen.

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Gemeinsam am Hofprojekt arbeiten: Patricia El Mongi und Hund Pepsi laden in Felde dazu ein, Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Quelle: Torsten Müller

Felde. Die Idee hat sich Patricia El Mongi aus Süddeutschland abgeguckt: „Dort gibt es schon viele gemeinsame Projekte, um alte Höfe und Traditionen zu erhalten.“ Der Mutter von zwei Kindern liegt es am Herzen, mit verschiedenen Menschen etwas aufzubauen und wie eine große Familie zu werden. Mit den Räumen der Schlachterei bietet sie die Basis, um anzupacken und Ideen zu verwirklichen.

 Als Kind hat sie auf dem Hof ihres Vaters Hermann Bock noch erlebt, wie in der Schlachterei Wurst gemacht wurde. Von Felde aus fuhr er zu Wochenmärkten und Hausschlachtungen. Zudem betrieb er seit 1979 das Schinkenstübchen (heute Pavarotti). Der Dorfkrug erfreute sich großer Beliebtheit. Später übernahm der Bruder von Patricia El Mongi das Geschäft. Die Schlachterei wurde vor etwa 25 Jahren geschlossen und ein Partyservice gegründet. Der Vater starb vor vier Jahren.

 „Von Schlachthaus zum Tortenhaus“ lautet die Devise der gelernten Gastronomin, die bereits das Jahreszeiten-Café betrieben hat. Für die ehemalige Schlachterei mit Rauchkammer und Backhaus schweben ihr noch andere Angebote vor: Produkte aus der Region, Bio-Waren und Hausgemachtes. „Ich wünsche mir aber auch Leute, die etwas selbst herstellen: Schmuck, Möbel oder Kleidung.“ Dass der Hof attraktiv ist, hat sie bereits beim Herbstfest und Frauenflohmarkt erfahren. Der Kommerz soll nicht im Vordergrund stehen. Wichtig sind ihr das Gespräch und das persönliche Verhältnis zum Kunden. Sie ist sich bewusst, dass in Felde schon vieles ausprobiert, aber nicht angenommen wurde.

 Wer mitmachen will, muss zunächst beim Aufräumen helfen. Der Einsatz soll mit der Miete verrechnet werden. „So können auch Leute ohne viel Geld dabei sein“, sagt Patricia El Mongi.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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