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Ringelnatter und Wasserwanzen

Tierpark Arche Warder Ringelnatter und Wasserwanzen

Fast hätte Sisann sie erwischt. Die Elfjährige verbringt einen Ferientag im Tierpark Warder. Beim Keschern am Teich schlüpft ihr eine hübsche Ringelnatter wieder aus dem Netz, dafür fing sie aber Wasserwanzen. Täglich werden die Schulkinder in der Arche zu Tierpflegern und Naturforschern.

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Beim Keschern hatten Mia (12, von vorne), Viktoria (8), Milla (10) und Sisann (11) im Tierpark Arche Warder eine Menge Spaß.

Quelle: Sven Detlefsen

Warder. Schon seit einigen Jahren bietet der Tierpark die Aktion „Einmal Tierpfleger sein“ in den Ferien an. „Viele der Kinder sind zum wiederholten Mal dabei und bringen dann auch Geschwister mit“, berichtet Stephanie Klingel, Naturpädagogin der Arche. Mit Rucksack, in dem sie ihre Verpflegung und wetterfeste Kleidung dabei haben, werden die Ferienkinder morgens um 10 Uhr von den Eltern abgesetzt. 20 Euro kostet so ein Tag mit ganztägiger Betreuung. Dafür wird ein erlebnisreicher Tag geboten.

 Morgens ziehen die Ferienkinder mit den Tierpflegern durch den Park. Schafe, Ziegen, Schweine, Rinder und das liebe Federvieh wollen versorgt sein. Dabei lernen die Schüler viel über die seltenen Nutztierrassen, die die Arche züchtet und erhält. Und sie lernen auch, dass Tierhaltung eine verdammt anstrengende Arbeit ist. Futter muss geschleppt werden, einige Tiere wollen geputzt und diverse Ställe ausgemistet werden.

 Einige der Kinder – vor allem Mädchen – laufen den lieben langen Tag in Reitstiefeln durch den Park. Ponyreiten ist einer der Höhepunkte der Ferientage. Im Steinzeitdorf lassen es Stephanie Klingel und die weiteren Betreuerinnen, in aller Regel Abiturientinnen, die in der Arche ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen, etwas ruhiger angehen. In der Steinzeitsiedlung brennt das Lagerfeuer, im Schatten hat es sich eine Gruppe bequem gemacht. Die FÖJ-lerinnen basteln mit ihnen bunte Stöcke aus Wolle und auf dem Parkgelände gesammelten Vogelfedern.

 Dem neun Jahre alten Michel steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Nach der Arbeit in den Tiergehegen wird im Steinzeitdorf des Tierparks auch ausgiebig gespielt und gebastelt oder Stockbrot am Lagerfeuer gebacken. Das Bogenschießen und das Keschern am Wasser haben es dem Schüler aus Kiel besonders angetan. Eine Lieblingsart hat er unter den Bewohnern der Arche übrigens nicht: „Ich mag alle Tiere.“

 Die Kinder sollen die Arche Warder ganzheitlich entdecken. Neben dem Umgang mit den Tieren geht es eben auch um Zusammenhänge in der Natur. Das ist ganz auf der Linie von Direktor Kai Frölich, der den Tierpark längst als Landschaftspark begreift und ihn in diesem Sinne umgestaltet hat. Die Besucher sollen die gestaltete Kulturlandschaft als Lebensraum für Haus- und Wildtiere erleben.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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