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Hochmodern und für alles gewappnet

Feuerwehr Kronshagen Hochmodern und für alles gewappnet

Für rund 130 000 Euro hat die Gemeinde Kronshagen einen neuen Einsatzleitwagen für die Feuerwehr angeschafft. „Das ist die modernste mobile Einsatzzentrale, die es bislang gibt“, sagt Kronshagens Wehrführer Christian Esselbach.

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Der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kronshagen ist hochmodern ausgestattet.

Quelle: Sven Janssen / Thinglink (Screenshot)

Kronshagen. Rund 130000 Euro kostet der Allradtransporter die Gemeinde, die mit einer Förderung von etwa 25000 rechnet. „Das neue Fahrzeug lässt keine Wünsche offen und ist moderner ausgestattet als die ELWs der Berufsfeuerwehr.“ Die Einsatzzentrale, die sich über einen Generator selbst mit Strom versorgen kann, verfügt über zwei Computerarbeitsplätze mit Internetanbindung. Dazu kommen Digitalfunk, eigenes WLAN, Fax, Scanner, Messgeräte für den Gefahrguteinsatz, eine Wetterstation mit Hubmast und jede Menge weitere Kommunikationstechnik. „Aus dem Fahrzeug können wir auch die komplette Einsatzdokumentation für die Atemschutzträger machen“, erklärt Gerätewart Daniel Peterßon.

Da die Kronshagener bei ihren Einsätzen auch in unwegsames Gelände fahren müssen, ist das 163-PS-Dieselfahrzeug auch mit einem Allradantrieb ausgestattet. „Damit wir auch bei den Einsätzen auf der Autobahn gut zu sehen sind, sind Blaulicht und Blitzeranlage komplett in LED-Technik“, erläutert Esselbach.

So viel Neues muss erst einmal beherrscht werden. Für die nächsten Wochen bleibt der neue ELW1 noch in der Halle. „Alle Kameraden müssen ausgebildet werden, vor allem, was den Digitalfunk betrifft“, sagt Esselbach. Alle anderen Einsatzfahrzeuge der Wehr seien damit noch gar nicht ausgestattet. Er rechne mit der Indienststellung durch die Gemeinde im Mai. „Bis dahin bleibt unser alter ELW noch im Einsatz.“ Nach fast 17 Jahren sei er vor allem technisch in die Jahre gekommen und werde nach der Indienststellung des neuen Fahrzeugs verkauft.

Fast jeden dritten Tag rückte die Feuerwehr 2016 aus, mit 106 Einsätzen sei es ein durchschnittliches Jahr gewesen, sagt der Wehrführer. Die letzten acht Wochen des Jahres hatten es aber in sich. „Vom schweren Verkehrsunfall mit überschlagenem Lkw und zwei Pkw, über einen Suizidversuch, den Mordanschlag am Mare Klinikum und dem Unglück in Westensee, bei dem wir die Fahrerin eines Pkw nur noch tot und den Beifahrer nur schwer verletzt bergen konnten, haben wir alle Facetten der Feuerwehrarbeit gemeistert“, fasste er zusammen. Das hätten die Kameraden geschafft, weil sie ein Team seien und mit den anderen Wehren zusammengearbeitet haben. „Was bleibt, ist das ein oder andere Bild in den Köpfen, das ich den Kameraden gerne erspart hätte“, so Esselbach.

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