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Kaum Sicht im verqualmten Haus

Feuerwehrübung Ottendorf Kaum Sicht im verqualmten Haus

Ein Großeinsatz beim Cura Seniorencentrum Ottendorf überraschte Sonnabendmittag die Autofahrer auf dem Ottendorfer Weg. Für drei Stunden war die Straße gesperrt, um den freiwilligen Feuerwehren aus Ottendorf, Kronshagen, Stampe und Quarnbek genügend Platz für einen Übungseinsatz einzuräumen.

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Das ist eine Großübung: Immer mehr Menschen werden aus dem verrauchten Haus geführt.

Quelle: Sven Janssen

Ottendorf. Das Szenario: In der Einrichtung brannte es an drei Stellen. Viele Flure und Zimmer waren verraucht und neben der Brandbekämpfung mussten vor allem vermisste Personen gerettet werden.

Wirklich in Gefahr waren die 74 Bewohner der Anlage zu keinem Zeitpunkt. „Wir haben die älteren Menschen nicht mit in die Übung eingebunden, damit keiner zu Schaden kommt“, sagte Planer Thies Bornstedt von der Feuerwehr Ottendorf. Die 56- bis 97-Jährigen konnten das Spektakel im Haus vom zentral gelegenen Speisesaal beobachten.

Hier sehen Sie Bilder von der Feuerwehr-Übung in Ottendorf.

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Schon eine halbe Stunde vor dem Alarm liefen die Nebelmaschinen. In den Fluren und im ersten Stock der Eingangshalle war nicht mal ein Meter Sicht. Die Helfer, die Opfer mimten, versteckten sich in den Räumen, zusätzlich mussten die Einsatzkräfte noch vier Puppen bergen.

Brandschutzplan im Fokus

„Uns geht es vor allem darum, den Brandschutzplan zu testen“, sagte Bornstedt. Gespannt sei er vor allem, wie schnell die ersten Fahrzeuge vor Ort seien und wie viele Kollegen schnell am Einsatzort sind. „Samstagmittag ist ja eine Zeit, wo viele noch einkaufen sind.“ Um 12.48 Uhr schlug der Alarm in der Leitstelle auf, um 12.56 Uhr war das erste Löschfahrzeug aus Ottendorf vor Ort, die Kronshagener waren drei Minuten später. Auch die Rettungskräfte kamen schnell an. Gemeinsam mit der Feuerwehr trainierten angehende Notärzte den Ernstfall. „Anfangs war die Kommunikation untereinander chaotisch, aber das hatten wir schnell im Griff“, sagte Bornstedt. Solche Chaos-Phasen gäbe es bei jedem Einsatz. Ziel der Übung sei es, diese kurz zu halten.

„Es ist wichtig, dass geübt wird, da weiß man, wie man sich verhalten soll“, sagte Ilse Driemeyer (90), die alles von drinnen verfolgte. Mit Atemschutz drang die Feuerwehr immer tiefer ins Haus vor. Nach und nach wurden die Geretteten von den Ärzten versorgt. Auch alle Brandherde konnten gelöscht werden.

„Insgesamt bin ich super zufrieden, das hat besser geklappt, als ich es erwartet hatte“, resümierte der Übungsleiter am Ende. Vor allem, dass binnen weniger Minuten gut 70 Einsatzkräfte vor Ort gewesen seien, habe ihn beeindruckt. Auch künftig werde es unangekündigte Übungen geben, damit keiner einroste.

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