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Rettungshelfer vor Probleme gestellt

Feuerwehrübung Rettungshelfer vor Probleme gestellt

Dichter Rauch drang aus dem Fenster im Museumsstellwerk, eine Person schrie um Hilfe, Passanten blieben stehen und drehten sich um: Die Feuerwehr Rendsburg übte am Donnerstagabend mit der Drehleiter den Einsatz. Auch die ehrenamtlichen Helfer des Stellwerks halfen als Statisten mit.

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Mit der Drehleiter retten die Feuerwehrleute die Statisten aus dem zweiten Stockwerk des Stellwerks.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Das Stellwerk sei ein schwer zugängliches Gebäude, sagte Einsatzleiter Torben-Florian Tank. Die Positionierung der Einsatzfahrzeuge sei direkt am Eingang kaum möglich, außerdem sei das Innere sehr eng gebaut, sodass eine Rettung die Helfer vor Probleme stellt.

Das ehemalige Wärterstellwerk wurde 1910 gebaut. Hier wurden früher Signale und Weichen rund um den Bahnhof gesteuert. Mittlerweile beherbergt das Gebäude ein Museum und wird von einem ehrenamtlichen Verein betrieben und gepflegt. Im ersten Obergeschoss befindet sich auch ein kleiner Raum zum Feste feiern. In dem Übungsszenario war genau dort ein Feuer ausgebrochen. Drei Personen, die sich im Stellwerk darüber befanden, waren durch Rauch und Feuer dort gefangen. Eine hatte – laut Übungsvorgabe – bereits das Bewusstsein verloren.

Auch die Drehleiter musste ausrücken und auf der Dresdner Brücke positioniert werden. Der Verkehr wurde über den Zob umgeleitet. Zu Problemen kam es dabei nicht. Ein weiteres, enormes Hindernis für die Rettungskräfte waren die engen Sprossenfenster des Stellwerks. So musste die Drehleiter-Besatzung ein Seitenfenster ansteuern, da alle anderen Fenster zu klein gewesen wären, die Menschen aus dem Obergeschoss zu befreien. Gleichzeitig bewegte sich ein Trupp mit Atemschutzgeräten durch das völlig verqualmte Gebäude und tastete sich zu den Eingeschlossenen vor.

„Wir hatten heute jüngere Kameraden im Einsatz, die noch nicht so viel Erfahrungen haben“, sagte Tank. Mit dem Ablauf der Übung war er zufrieden. Kleinere Fehler habe es gegeben, aber dafür seien die Übungen da.

Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museumsstellwerks spielten die Übung mit. Vereinsvorsitzender Siegfried Weichert nahm sogar als Statist teil und ließ sich aus dem Obergeschoss retten. Undenkbar sei so ein Feuer im Museum nicht, meinte er. „Wir hatten schon einmal die Feuerwehr hier. Ein Taxifahrer hatte einen Brand gemeldet, dabei haben wir nur gegrillt.“

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