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Bürger müssen mehr zahlen

Achterwehr vor der Pleite Bürger müssen mehr zahlen

Das Leben in Achterwehr wird teurer werden. Im Finanzausschuss wurde am Dienstag die Befürchtung laut, dass die Gemeinde mit ihrem Haushalt auf die Pleite zusteuere. Sie muss deshalb ihre Einnahmesituation verbessern, einer kräftigen Erhöhung der Kita-Gebühren stimmt der Ausschuss bereits zu.

Als Ausweg aus der Finanzmisere sollen auch Mieten und Pachten überprüft werden, eine Einnahmequelle der Gemeinde ist die alte Grundschule, die saniert und gewerblich vermietet wurde.

Quelle: Sven Janssen

Achterwehr. Einstimmig wurde in Sachen Kindergarten beschlossen, dass die Eltern an den Gesamtkosten mit 33 Prozent beteiligt werden. Die Gebühren sollen zum 1. Februar angehoben werden. Für die Krippenkinder steigen sie um knapp 18 Prozent, die Eltern älterer Kinder sollen 21 Prozent mehr zahlen. In einem halben Jahr sollen die Gebühren erneut überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.

 Einnahmen könnte es auch bringen, wenn das Amt sein Archiv im Feuerwehrhaus unterbringt. Grundsätzlich habe das Amt Interesse. „Die Traglast des Bodens ist mit 275 Kilogramm zu gering“, sagte Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD) allerdings und korrigierte damit eine anderslautende Auskunft aus dem Bauausschuss. Jetzt soll ein Statiker prüfen, ob der Boden verstärkt werden kann. Funktioniere das nicht, sollte man eine gewerbliche Nutzung prüfen, sagte Sabine Launert (SPD). Auch die Nutzung als Wohnung oder Flüchtlingsunterkunft darf laut Kittmann nicht vom Tisch sein.

 „Wir sollten unsere Pacht- und Mietverträge überprüfen, ob man die Einnahmen nicht erhöhen kann“, schlug Launert vor. Gerade erst war die Alte Schule saniert worden und wurde hauptsächlich gewerblich vermietet. In Sachen Pacht und Hundeplatz musste die Bürgermeisterin zurückrudern. Anders als behauptet, würde der Hundeverein rund 250 Euro Pacht im Jahr zahlen. Einer Unterverpachtung an die Kieler Hundeschule Canicoach habe sie zugestimmt.

 Deutlich wurde auch, dass mittelfristig eine Straßenausbaubeitragssatzung kommen muss und die Bürger für das Niederschlagswasser zur Kasse gebeten werden sollen. „Die Sanierung der Regenwasserkanalisation kann sich die Gemeinde nicht leisten“, sagte Vorsitzender Klaus Neuhoff (CDU). Er könnte sich jedoch eine Kreditfinanzierung vorstellen, die durch Gebühren getilgt wird.

 Auch die Ausgaben, darunter Zuwendungen an Vereine und Verbände, sollen auf den Tisch. Konkret wurde es im Finanzausschuss bei dem unbequemen Thema nicht. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sollen Gebührenerhöhungen und Budgetkürzungen in sogenannten Arbeitssitzungen besprochen werden.

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