6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Sonnenenergie entlang der Autobahn

Bredenbek Sonnenenergie entlang der Autobahn

Neben dem Wind soll in Bredenbek nun auch die Sonne alternative Energie produzieren. Die Firma Solarwind-Projekt plant eine riesige Photovoltaikanlage entlang der Autobahn 210.  Es geht um gut 15 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. So groß wie 23 Fußballfelder.

Voriger Artikel
Nur ein einziges Original
Nächster Artikel
Abbau der Schwebefähre läuft weiter

Auf mehr als einem Kilometer Länge entlang der Autobahn 210 (Foto links) plant die Firma Solarwind eine 2,50 Meter hohe Photovoltaikanlage mit 40000 Modulen.

Quelle: Torsten Müller

Bredenbek. Geschäftsführer Gerriet Arndt beziffert die jährliche Leistung auf zehn Megawattstunden: „Das entspricht der von etwa drei Windrädern mit 180 Metern Höhe.“

 Es geht um gut 15 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche westlich der nach Bovenau führenden Kieler Straße: mehr als einen Kilometer lang und bis zu 120 Meter breit – so groß wie 23 Fußballfelder. Mit acht Hektar liegt der größte Teil davon auf Bredenbeker Gebiet (Gemarkung Kronsberg), der Rest in der Gemeinde Bovenau. Das Gelände gehört zwei Landwirten, die es für 25 Jahre verpachten. Nach Angaben von Arndt sind die Verträge schon geschlossen. Die Nachbargemeinde ist bereits in die Planungsphase eingestiegen; in Bredenbek übertrug die Gemeindevertretung das Vorhaben jetzt einstimmig zur Klärung von Detailfragen an den Bauausschuss. Möglicherweise wird es eine interkommunale Bauleitplanung geben.

 Die Hamburger Projektentwicklungsfirma arbeitet für die Enerparc AG, den Eigentümer und späteren Betreiber der Anlage mit etwa 40000 Modulen. Dabei handelt es sich um einen der größten deutschen Betreiber und Entwickler von Photovoltaikanlagen, unter dessen Regie bereits mehr als 800 Megawatt Leistung erzeugt werden. Die Firma Enerparc investiert etwa zehn Millionen Euro in Bredenbek/Bovenau. Die Anlage könnte in etwa eineinhalb Jahren in Betrieb gehen.

 Die Module werden mit einer Neigung von 30 Grad aufgestellt. Die Anlage, die durch einen Zaun gesichert wird, erreicht eine Höhe von 2,50 Metern. „Lärm entsteht nur während der vier bis sechswöchigen Bauphase; wesentliche Lichtreflexionen wird es nicht geben“, sicherte der Geschäftsführer zu. Fundamente sind für die Module nicht erforderlich, sie werden maschinell in den Boden gerammt. Der Ausgleich für den Eingriff in die Landschaft wird jeweils in der Standortgemeinde vorgenommen, soweit Flächen vorhanden sind.

 Derzeit geht Solarwind von einer Vergütung nach der Energieeinspeisegesetz von 8 bis 9 Cent pro Kilowattstunde aus; die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Der Sonnenstrom wird über eine Leitung in Schacht-Audorf ins Netz eingespeist. Eventuelle Gewerbesteuereinnahmen teilen sich die beiden Gemeinden jeweils zur Hälfte. Ein Repowering wäre nach 20 Jahren möglich.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3